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Quartalsgewinn von Adidas bricht in Corona-Krise um 96 Prozent ein

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Die Corona-Pandemie und weltweit geschlossene Geschäfte haben Adidas einen massiven Gewinneinbruch im ersten Quartal beschert. Der Nettogewinn lag mit 26 Millionen Euro von Januar bis März dieses Jahres 96 Prozent unter dem Vorjahreswert von 633 Millionen Euro, wie der Sportartikelhersteller in Herzogenaurach am Montag mitteilte. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn sank demnach um 95 Prozent auf 31 Millionen Euro.

Wie der Konzern weiter mitteilte, sank der Umsatz im ersten Quartal um 19 Prozent auf knapp 4,8 Milliarden Euro. Nach gutem Jahresstart sei der "Großteil der Geschäftstätigkeit von Adidas durch das Coronavirus zum Erliegen" gekommen. So seien mehr als 70 Prozent der Geschäfte weiterhin geschlossen. Ein Schub von 35 Prozent beim Onlinehandel "konnte den signifikanten Umsatzrückgang im stationären Groß- und Einzelhandel nur zum Teil kompensieren".

Für das zweite Quartal rechnet Adidas mit einem Umsatzrückgang um 40 Prozent und einem "noch stärker ausgeprägten" Gewinnrückgang. Für das Gesamtjahr gab der Konzern keinen Ausblick. Adidas hatte wegen deutlicher Kritik von seinem ursprünglichen Vorhaben Abstand genommen, Mietzahlungen für seine Geschäfte in der Corona-Krise in Deutschland auszusetzen. Im April erhielt Adidas Kredite in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro von der staatlichen Förderbank Kfw und von Privatbanken.