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Qatar-Chef über die Zukunft von Jumbojets: „Für die Langstrecke braucht man keine 400- oder 500-Sitzer“

·Lesedauer: 2 Min.

Thierry Antinori hat viele Jahre Erfahrung in der Luftfahrtbranche sammeln können: Bei Air France begann er seine Karriere und arbeitete dann bei Lufthansa, wo er lange Jahre im Vorstand saß. Ab 2010 arbeitete er etwa acht Jahre im Vorstand bei Emirates und seit 2019 ist er Strategie- und Transformationschef bei Qatar Airways. Im Interview mit dem „Manager Magazin“ spricht Antinori über die Zukunft der Luftfahrtbranche.

Die Coronavirus-Pandemie hat die Branche so stark erschüttert, wie keine Krise je zuvor — einige Fluggesellschaften verzeichneten drastische Umsatzeinbrüche von 90 bis 95 Prozent. In Hinblick auf die globale Tragweite der Pandemie ist es laut Antinori wichtig, dass die Luftfahrt in Zukunft flexibler, nachhaltiger und lukrativer im Bereich Luftfracht wird.

Mittelgroße Maschinen statt Jumbos

Für mehr Flexibilität setzt Qatar Airways vermehrt auf seine Flotte aus 53 A350 und vielen Boeing 787. Die modernen, mittelgroßen Maschinen ermöglichen Langstreckenflüge mit 250 bis 350 Plätzen. "Für die Langstrecke braucht man keine 400- oder 500-Sitzer, sondern moderne, mittelgroße Maschinen", ist er sich sicher. Außerdem ist Antinori skeptisch, dass die Airbus-Jumbos A380 in Zukunft noch rentabel sein werden. Daher hat Qatar Airways bereits fünf ihrer zehn A380 ausrangiert. Die übrigen fünf sind geparkt und kommen frühestens im Winter 2022 zum Einsatz oder vielleicht auch gar nicht mehr.

Zudem bieten die mittelgroßen Maschinen mehr Laderaum, was auch ein neues Denken in Hinblick auf lukrative Luftfracht ermöglicht. Dadurch würden Passagierflüge lohnenswerter gemacht. Und auch in Sachen Nachhaltigkeit könnten Airlines damit bei ihren Kunden punkten. Denn Klimaschutz sei ein aktuelles Thema, das in Zukunft sicherlich noch wichtiger wird. Viele Kunden würden bereits jetzt Airlines bevorzugen, die auf Nachhaltigkeit setzen und moderne Flugzeuge haben.

Darüber hinaus wollen einige Airlines wie Lufthansa künftig die Businessclass verkleinern. Antinori glaubt aber auch weiterhin an das Angebot, auch würden in den kommenden Jahren wahrscheinlich deutlich weniger Geschäftsleute buchen. Er sieht in der Businessclass vor allem ein Arbeitsmittel, das anstrengende Reisen erleichtert. Dieses Angebot soll auch für anspruchsvolle Touristinnen und Touristen zugänglich gemacht werden.

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