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Q3-Bilanz: Das iPhone bleibt Apples Megaseller

·Wirtschaftsjournalist und Techblogger
·Lesedauer: 4 Min.

Neues Zahlenwerk aus Cupertino, alte Demonstration der Stärke: Auch im abgelaufenen Juni-Quartal konnte der wertvollste Konzern der Welt die Analysten-Schätzungen pulverisieren. Vor allem die iPhone-Absätze begeistern.

Jubelstimmung bei Apple: Der Traumlauf an der Wall Street geht weiter (Foto: © Apple)
Jubelstimmung bei Apple: Der Traumlauf an der Wall Street geht weiter (Foto: © Apple)

Apple konnte bei Vorlage seiner Geschäftsbilanz für das zweite Kalenderquartal 2021, das bereits das dritte des laufenden Geschäftsjahres des Kultkonzerns aus Cupertino ist, die Erwartungen der Wall Street erneut sehr deutlich übertreffen.

In den 91 Tagen zwischen Anfang April und Ende Juni erlöste der iKonzern mit 81,41 Milliarden Dollar 36 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. CEO Tim Cook übertraf damit spielend die Analystenschätzungen, die noch bei 73,30 Milliarden Dollar gelegen hatten.

Gewinnexplosion auf 21,7 Milliarden Dollar

Das Konzernergebnis entwickelte sich noch weitaus besser als im Vorfeld prognostiziert: Die Konsensschätzungen, die noch bei einem Gewinn je Aktie von 1,01 Dollar gelegen hatten, konnten mit einem Ergebnis je Anteilsschein von 1,30 Dollar regelrecht pulverisiert werden.

Gegenüber dem Vorjahresquartal, als der iPhone-Hersteller noch 0,65 Dollar je Aktie verdient hatte, konnte der Profit je Anteilsschein damit gar verdoppelt werden – nicht zuletzt, weil Apple seit Jahren massiv eigene Aktien zurückkauft und damit den Freefloat verkleinert.

Unterm Strich explodierten die Gewinne förmlich. Nach 11,25 Milliarden Dollar im zweiten Kalenderquartal des Vorjahres konnte der Techpionier aus Cupertino hingegen zwölf Monate später den Nettogewinn um mehr als zehn Milliarden Dollar steigern und nunmehr ein Konzernergebnis von 21,75 Milliarden Dollar ausweisen – ein enormes Plus von 93 Prozent.

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iPhone-Absätze ziehen rasant an

Erneut maßgeblichen Anteil am weitaus besser als erwarteten Ergebnis hatte die langjährige Lebensversicherung des iKonzerns: das iPhone, mit dem Apple wieder so explosiv wächst wie zu besten Zeiten.

Nach 26,41 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum konnte Apple mit seinem iPhone im Juni-Quartal nunmehr sogar 39,57 Milliarden Dollar umsetzen – eine Absatzsteigerung von enormen 50 Prozent, während die Wall Street lediglich mit einem Umsatzplus von 29 Prozent auf 34 Milliarden Dollar gerechnet hatte.

Internet-Dienste wachsen schneller

Erwartungsgemäß punkten konnte Apple mit seinem Hoffnungsträger für die Zukunft. Die Servicesparte verbuchte einen deutlich dynamischeren Umsatzzuwachs als in den Vorjahren: Die Erlöse zogen von 13,15 auf 17,48 Milliarden Dollar an – ein Plus von 33 Prozent.

Das Geschäft mit iTunes, dem App Store, Apple Music, der iCloud, Apple Care, Apple Pay, Lizenzgebühren (wie durch Googles vorinstallierte Suche auf iOS-Geräten), dem Gaming-Angebot Apple Arcade und dem Streaming-Dienst Apple TV+, das längst zum zweitgrößten Unternehmensbereich angewachsen ist, macht inzwischen fast die Hälfte der iPhone-Umsätze und 22 Prozent der gesamten Konzernumsätze aus.

Wearables legen um 40 Prozent zu

Ein weiterer Wachstumstreiber in Apples Bilanz bleibt unterdessen der relativ junge Geschäftsbereich “Wearables, Home and Accessories”, hinter dem sich in erster Linie das Geschäft mit der Apple Watch und den boomenden Drahtlos-Kopfhörern AirPods sowie dem smarten Lautsprecher HomePod verbirgt. (Ältere Apple-Produkte wie der iPod oder Apple TV sind ebenfalls in dem Segment zusammengefasst.)

Dank der Apple Watch Series 6 und des AirPods-Segments legten die Umsätze des jüngsten Konzernbereichs nochmals um 40 Prozent auf nunmehr 8,76 Milliarden Dollar zu – ein Umsatzplus von mehr als zwei Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

iPad und Mac legen weiter zweistellig zu

Immer noch auf Wachstumskurs befinden sich Apples ältere Hardwaresparten, deren Absätze in Zeiten der Pandemie zuletzt massiv anzogen. Während die iPad-Sparte um weitere 12 Prozent auf 7,37 Milliarden Dollar zulegte, erlebte Apples ältester Unternehmensbereich, das Computergeschäft, einen Umsatzzuwachs von weiteren 16 Prozent auf 8,24 Milliarden Dollar.

Dass die Apple-Aktie nach dem Fabel-Zahlenwerk im nachbörslichen Handel dennoch um mehr als zwei Prozent tiefer notiert, zählt zu den Kuriositäten der Kapitalmärkte, an denen starke Ergebnisse von Apple im Vorfeld stets erwartet werden. Neu ist zudem die Sorge, dass die weltweite Chip-Verknappung Apple im zweiten Halbjahr Milliardenumsätze kosten könnte. Die Apple-Aktie notiert bei 143 Dollar knapp unter Allzeithochs.

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