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Putin will nicht nur in der Ukraine Einfluss ausbauen: Nato äußert Sorge vor neuem Kalten Krieg mit Russland auf dem Balkan – laut einem Geheim-Papier

Russlands Präsident Wladimir Putin (links) ehrt Serbiens Staatschef Aleksandar Vucic.
Russlands Präsident Wladimir Putin (links) ehrt Serbiens Staatschef Aleksandar Vucic.

Russlands Präsident Wladimir Putin destabilisiert mit seinem Krieg in der Ukraine ganz Osteuropa – und hat womöglich schon das nächste Ziel vor Augen. Die Nato geht davon aus, dass Russland auch auf dem Balkan seinen Einfluss ausweiten will.

Business Insider liegt ein vertrauliches Nato-Papier vor, in dem die Situation analysiert wird. Darin heißt es: "Der West-Balkan ist eine Region, in dem Russland schon lange mit politischen Provokationen aktiv ist." Moskau versuche, den Einfluss der EU zu kontern und westliche Akteure zu unterminieren.

Das Bedrohungslevel sei insgesamt niedrig, die Lage auf dem West-Balkan zwar derzeit noch ruhig, aber "zerbrechlich", heißt es im Dokument. Die Pläne Moskaus werden in dem Papier so skizziert: "Russlands zunehmende Einmischung droht zu weiteren Spaltungen inmitten bereits gespannter ethnischer und politischer Beziehung in der Region zu führen." Besonders im Bereich Desinformation habe Russland Bewegungsfreiheit. Dabei spiele Moskau die komplizierte Situation auf dem Balkan in die Hände.

Zum Hintergrund: Der Balkan ist seit Jahrzehnten ein Pulverfass. Nachdem der Vielvölkerstaat Jugoslawien Anfang der 1990er Jahre in einem blutigen Krieg auseinanderbrach, gibt es weiter viele Konflikte zwischen den Nachfolgestaaten. Es gibt teils große Minderheiten in anderen Staaten, was auch zu Spannungen führt. So erkennt Serbien die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an. Bosnien-Herzegowina ist ein fragiles Gebilde aus Teilrepubliken, wo zuletzt sogar vor einem bewaffneten Konflikt gewarnt wurde.

In dem Nato-Papier heißt es, man erwarte, dass Russland versuchen werde, den Erfolg der Nato in der Region zu unterminieren. Im Klartext: Es droht ein Kalter Krieg in der Region zwischen dem Westen und Russland, der besonders mit Mitteln der Propaganda geführt wird. Daher sollten man der Desinformation Putins, wie etwa die Behauptung, der Krieg in der Ukraine sei bloß eine Reaktion auf das Handeln der Nato, entgegentreten, heißt es im Papier.

Auch China hat großes Interesse an der Region – und die Nato glaubt offenbar, dass Peking ein doppeltes Spiel spielt. In dem Dokument heißt es, einerseits gehe man davon aus, dass China Russland propagandistisch unterstützen werde. Gleichzeitig wolle man sich in der Region aber als "Alternative zu Russland" im Bereich Sicherheitspolitik anbieten.

Ein Talibankämpfer bewacht den alten Markt im Zentrum der Stadt Kabul.
Ein Talibankämpfer bewacht den alten Markt im Zentrum der Stadt Kabul.
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