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Prozess zu Kriegsverbrechen in Liberia tagt in Sierra Leone

·Lesedauer: 1 Min.
Gibril Massaquoi ist wegen Kriegsverbrechen angeklagt

In Sierre Leones Hauptstadt Freetown hat ein finnisches Gericht am Dienstag Anhörungen zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen in Liberia abgehalten. Dem angeklagten früheren Rebellenführer Gibril Massaquoi werden in dem Verfahren Kriegsverbrechen als Kommandeur einer Rebellengruppe aus Sierra Leone vorgeworfen, die zwischen 1989 und 2003 in Liberia kämpfte.

Der 51-Jährige Massaquoi lebte seit 2008 in Finnland. Dort wurde er im März vergangenen Jahres festgenommen, nachdem eine Menschenrechtsgruppe seine Vergangenheit ans Licht gebracht hatte. Zu den Vorwürfen gegen den früheren Anführer der Rebellenarmee Revolutionäre Vereinigte Front (RUF) gehören Vergewaltigung, Mord, Folter, Verklavung und der Einsatz von Kindersoldaten.

Das finnische Gericht hatte im Februar und April in Liberia Zeugen angehört. Es waren die ersten Gerichtsanhörungen zu Kriegsverbrechen auf liberianischem Boden überhaupt.

Während der beiden Bürgerkriege in Liberia zwischen 1989 und 1996 sowie zwischen 1999 und 2003 waren etwa 250.000 Menschen getötet worden. Nur wenige Menschen mussten sich für die Kriegsverbrechen in Liberia bisher vor Gericht verantworten - darunter niemand in dem westafrikanischen Land selbst.

Massaquoi hatte 2003 vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag in einem Prozess um Verbrechen während des Bürgerkriegs in Sierra Leone ausgesagt. Im Gegenzug für seine Aussage erhielt der ehemalige RUF-Anführer Immunität für seine Rolle in dem dortigen Konflikt. Für die Verbrechen, derer er im Nachbarland Liberia beschuldigt wird, gilt die Straffreiheit aber nicht.

slm/gt/mid

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