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Proteste gegen die Polizei nach tödlicher Drogenrazzia in Rio de Janeiro

·Lesedauer: 1 Min.
Proteste in Rio de Janeiro

Nach der tödlichen Drogenrazzia in einem Armenviertel von Rio de Janeiro regt sich wütender Protest gegen die Polizei der brasilianischen Metropole. Hunderte Bewohner von Jacarezinho gingen am Freitag auf die Straßen und warfen den Einsatzkräften vor, ein "Massaker" verübt zu haben.

"Hört auf, uns zu töten!" riefen die Demonstranten auf ihren Protestkundgebungen vor dem Hauptquartier der Polizei. "Dies war eine der barbarischsten Taten in der Geschichte der Polizei von Rio", sagte der Student Roger Denis der Nachrichtenagentur AFP.

Die Einsatzkräfte der Polizei waren am Donnerstagmorgen mit einem Großaufgebot in das Armenviertel Jacarezinho eingerückt und hatten zahlreiche Menschen erschossen. Insgesamt gab es 28 Tote, unter ihnen ein Polizeibeamter.

Die Razzia richtete sich gegen Drogenhändler, die beschuldigt werden, Minderjährige für ihre illegalen Geschäfte zu rekrutieren. Jacarezinho ist eine Hochburg der Bande Comando Vermelho (Rotes Kommando), die als größte Verbrecherorganisation Rio de Janeiros gilt.

Die Polizei hatte erklärt, die von den Einsatzkräften Getöteten seien "Kriminelle" gewesen; die Beamten hätten sich an alle Einsatzregeln gehalten, bevor sie das Feuer eröffneten.

Am Tag nach der Razzia wurden die Rufe nach einer unabhängigen Untersuchung lauter. Die Polizei solle beweisen, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um "Kriminelle" gehandelt habe, forderten die Kritiker. Zum anderen müsse geklärt werden, weshalb diese getötet und nicht festgenommen worden seien.

In Genf erklärte der Sprecher des UN-Menschenrechtskommissariats, Rupert Colville, die Vorfälle müssten von unabhängiger Seite untersucht werden. Die brasilianischen Behörden müssten wissen, dass Gewalt nur im äußersten Fall eingesetzt werden dürfe.

Die Staatsanwaltschaft von Rio wurde angewiesen, Ermittlungen zu in Online-Netzwerken veröffentlichten Videos anzustellen. Eines der Videos zeige Szenen, die einer außergerichtlichen Hinrichtung gleichkämen, hieß es.

ju