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Proteste gegen Daimler wegen Gewinnausschüttung an Aktionäre

·Lesedauer: 2 Min.

Zur virtuellen Aktionärsversammlung des Autokonzerns Daimler haben am Mittwoch die Bürgerbewegung Finanzwende und die Umweltschutzorganisation BUND gegen die Ausschüttung von Gewinnen an die Anteilseigner protestiert. Finanzwende erklärte, Daimler habe in der Corona-Krise von staatlichen Hilfen profitiert. Deshalb sollte der Konzern zuerst diese Hilfen zurückzahlen, bevor die Aktionäre bedient werden.

"Daimler schickte zeitweise bis zu 80 Prozent der 170.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit, strich tausende Stellen und forderte großzügige Subventionsprogramme", erklärte Lena Blanken von der Bürgerbewegung Finanzwende. Dennoch solle es eine fast 500 Millionen Euro höhere Ausschüttung als im Vorjahr geben. "Am Ende steht ein Minus für die Beschäftigten und die Steuerzahler, aber ein Plus für die Aktionäre – das kann man niemandem erklären."

Der BUND kritisierte, neben Mehrwertsteuersenkung und Kurzarbeitergeld hätten hierzulande vor allem die Kaufbeihilfen für Plug-in-Hybride und Elektroautos Wirkung gezeigt: "Die im Vergleich zu 2019 sogar höhere Dividende für die Aktionärinnen und Aktionäre wurden wesentlich von der Belegschaft und den Steuerzahlenden mitfinanziert", erläuterte BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg.

Die staatlichen Kaufbeihilfen hätten außerdem dazu beigetragen, dass der Konzern mit dem Verkauf einer großen Zahl von Plug-in-Hybriden und "ihren unrealistisch niedrigen, offiziellen Verbrauchswerten" den CO2-Flottengrenzwert der EU erreicht habe, erklärte Hilgenberg. Er forderte Daimler auf, "endlich ein zeitnahes Enddatum für den Verbrenner" zu benennen.

Daimler hatte 2020 trotz der Corona-Krise den Gewinn um 48 Prozent auf vier Milliarden Euro gesteigert - im Vergleichsjahr 2019 hatten aber auch Sonderbelastungen etwa durch den Dieselskandal den Gewinn stark belastet. Die Aktionäre sollen 1,35 Euro pro Aktie bekommen, 2019 waren es 0,90 Euro gewesen.

Mit der Hauptversammlung endet die Amtszeit von Aufsichtsratschef Manfred Bischoff; sein Nachfolger soll der ehemalige BMW- und VW-Chef Bernd Pischetsrieder werden. Auch zwei weitere Mitglieder des Kontrollgremiums werden ersetzt.

ilo/hcy