Deutsche Märkte öffnen in 2 Stunden 6 Minuten

Weitere Proteste in Frankreich gegen Corona-Politik

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PARIS (dpa-AFX) - In Frankreich nehmen die Proteste gegen die neu verhängten Corona-Maßnahmen zu. Zahlreiche Bürgermeister und Präsidenten großer städtischer Ballungsräume fordern eine schnelle Lösung in der Debatte um sogenannte lebenswichtige und nicht lebenswichtige Geschäften. In einem Brief an Premierminister Jean Castex kritisierten sie am Sonntag die neuen Corona-Regeln, weil diese zu Ungleichheiten führten.

So dürfen seit Freitag Gartengeschäfte, Weinhändler, Baumärkte und Supermärkte offenbleiben, während unter anderem Buchhändler und Boutiquen schließen mussten. Viele Bürgermeister fürchten um Geschäfte, die gegen die Konkurrenz großer Einkaufszentren kämpfen. In Frankreich wurden bis Samstagabend innerhalb von 24 Stunden 35 641 Neuinfektionen registriert. Damit liegt die Zahl der Infizierten in dem 67-Millionen-Einwohner-Land bei mehr als 1,3 Millionen.

Frankreichs Buchbranche hat mit Unterschriftensammlungen und Verschiebung ihrer Literaturpreise, darunter der renommierte Prix Goncourt, mobil gemacht - bislang vergeblich. Statt einer Ausnahmeregelung für Buchhandlungen kündigte die Regierung die zeitweise Schließung der Buchabteilungen in Einkaufszentren und Supermärkten an.