Werbung
Deutsche Märkte schließen in 13 Minuten
  • DAX

    17.734,41
    -292,17 (-1,62%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.907,59
    -76,89 (-1,54%)
     
  • Dow Jones 30

    37.835,02
    +99,91 (+0,26%)
     
  • Gold

    2.407,90
    +24,90 (+1,04%)
     
  • EUR/USD

    1,0636
    +0,0010 (+0,10%)
     
  • Bitcoin EUR

    58.347,57
    -2.333,19 (-3,85%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    85,53
    +0,12 (+0,14%)
     
  • MDAX

    25.961,10
    -486,04 (-1,84%)
     
  • TecDAX

    3.283,63
    -50,69 (-1,52%)
     
  • SDAX

    14.009,47
    -248,61 (-1,74%)
     
  • Nikkei 225

    38.471,20
    -761,60 (-1,94%)
     
  • FTSE 100

    7.815,10
    -150,43 (-1,89%)
     
  • CAC 40

    7.916,49
    -128,62 (-1,60%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.883,31
    -1,71 (-0,01%)
     

ProSiebenSat.1 macht 2023 mehr Verlust

UNTERFÖHRING (dpa-AFX) -Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 DE000PSM7770 ist im vergangenen Jahr wegen eines geringeren Umsatzes tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust beträgt 134 Millionen Euro, nach einem Minus von 49 Millionen im Vorjahr, wie das SDax-Unternehmen DE0009653386 am Donnerstag in Unterhaching bei München mitteilte. Den Aktionären will der Vorstand wie im Vorjahr dennoch eine Dividende von 5 Cent je Anteil ausschütten. Für das laufende Jahr erwartet er ein leichtes Umsatzwachstum und - wie bereits bekannt - ein bereinigtes Betriebsergebnis auf gleichem Niveau.

Die Unsicherheit bei den Verbrauchern und Verbraucherinnen und die damit verbundene Zurückhaltung der Werbeindustrie hätten vor allem das erste Halbjahr 2023 geprägt, erklärte ProSiebenSat.1. Im Schlussquartal seien die Umsätze gestiegen. Im Gesamtjahr sank der Konzernerlös jedoch - wie ProSiebenSat.1 bereits mitgeteilte hatte - um 7,5 Prozent auf 3,85 Milliarden Euro.

Neben rückläufigen TV-Werbeerlösen trugen auch der Verkauf des US-Produktionsgeschäfts der Red Arrow Studios und der Umsatzrückgang bei den Datingplattformen der Parship-Gruppe dazu bei. Gewachsen seien die Erlöse im digitalen Werbegeschäft, das auch die Streaming-Plattform Joyn umfasst, und das Geschäft der Vergleichsplattform Verivox und der Online-Parfümerie Flaconi. Das bereinigte Betriebsergebnis des Konzerns fiel um 15 Prozent auf 578 Millionen Euro. Auch diese Kennziffer war bereits bekannt.

Um ins Kerngeschäft Unterhaltung zu investieren und profitabel zu werden, hält ProSiebenSat.1 auch nach Käufern für einige seiner Internetläden Ausschau. Vorstandschef Bert Habets sagte, "dass wir die Möglichkeiten prüfen, Wert aus unseren nicht zum Kerngeschäft gehörenden Beteiligungen zu generieren - sofern es das Marktumfeld zulässt".

WERBUNG

Die vor einem Jahr vorgestellte Strategie "mit Joyn im Zentrum zahlt sich nun aus. Das zeigt die positive Entwicklung, vor allem im vierten Quartal", sagte Habets. Mit 6,3 monatlichen Millionen Nutzern im Schlussquartal habe Joyn einen Rekord markiert. Ziel sei es, die Nutzung mit zweistelligen Wachstumsraten pro Jahr zu steigern. Dabei setzt ProSiebenSat.1 auf ein kostenfreies Angebot und mehr lokale und Live-Inhalte, zulasten von Filmen und Serien aus Hollywood. «In diesem Bereich investieren wir 2024 deutlich mehr.» Exklusive Inhalte seien der Treiber, um die Reichweite im klassischen TV und bei den digitalen Angeboten besser zu Geld zu machen.

Finanzvorstand Martin Mildner sagte: "Nach einem erfolgreichen Jahresendspurt sind wir gut ins neue Geschäftsjahr gestartet. Wir haben 2023 wichtige Weichen gestellt, um wieder zu wachsen."