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Projektgesellschaft will zügig mit Fehmarnbelttunnel-Bau beginnen

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LEIPZIG (dpa-AFX) - Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Fehmarnbeltquerung hat die dänische Projektgesellschaft Femern A/S einen baldigen Baubeginn angekündigt. "Wir freuen uns ganz klar über die heutige Entscheidung, weil dadurch Klarheit über den Bau des Fehmarnbelttunnels auf deutscher Seite besteht", sagte Sprecherin Denise Juchem am Dienstag in Leipzig.

"Das Gericht hat alle Klagen abgewiesen, das heißt, wir dürfen sofort in Deutschland beginnen." Ab Januar werde eine Fabrik für die Tunnelelemente in Dänemark errichtet. Achteinhalb Jahre später solle der Tunnel fertig sein, sagte sie. Zu einzelnen noch zu lösenden Problemen sei Femern A/S "im guten Dialog" mit den zuständigen Behörden.

Unter anderem hatten sich zwei Umweltverbände und mehrere Fährunternehmen gegen die Planungen gewandt. Sie zweifelten die Verkehrsprognosen für den Auto- und Eisenbahntunnel an und rügten, dass Umweltauswirkungen - etwa auf Schweinswale und Riffe - nicht korrekt eingeschätzt worden seien.

Die Fehmarnbeltquerung soll Fehmarn mit Lolland verbinden. Dänemark wird den 18 Kilometer langen Tunnel auf eigene Kosten von geschätzt 7,1 Milliarden bauen und betreiben. Auf dänischer Seite besteht schon seit 2015 Baurecht.