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Profitable Bad Bank: FMS macht bei HRE-Abwicklung Gewinn

MÜNCHEN (dpa-AFX) -Die langwierige Abwicklung der Altlasten des Hypo-Real-Estate-Skandals verläuft für den Bund weiter gewinnbringend. Die 2010 zur Abwicklung des HRE-Portfolios gegründete bundeseigene Bad Bank FMS Wertmanagement meldete am Mittwoch einen Nettoprofit von 50 Millionen Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr. Das Staatsunternehmen setzte den Abbau des früheren HRE-Portfolios fort: Ende 2022 belief sich dessen Wert noch auf 49,6 Milliarden Euro und damit 4,5 Milliarden weniger als ein Jahr zuvor.

Die Bilanzsumme sank um mehr als ein Fünftel auf 99 Milliarden Euro und lag damit erstmals unter 100 Milliarden. Vorstandssprecher Christoph Müller zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Zugute kam dem Münchner Institut das Ende der Nullzinspolitik der EZB. So stieg der Zinsüberschuss im Vergleich von 358 Millionen auf 391 Millionen Euro.

Der Zusammenbruch des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate 2008 war der größte Schadensfall der internationalen Finanzkrise in Deutschland. Der Bund verstaatlichte die HRE schließlich und gründete die FMS, die 2010 mit 175 Milliarden Euro damals unverkäuflicher HRE-Altlasten in den Büchern startete. Der "gesunde" Teil des HRE-Portfolios ging an eine zweite Neugründung, die Deutsche Pfandbriefbank.

Bei der FMS Wertmanagement verblieben die als unverkäuflich geltenden Altlasten. Finanzfachleute hatten erwartet, dass die Bad Bank Verluste machen werde. Bisher ist das jedoch nicht eingetreten. Zeitweise erwirtschaftete die FMS sogar dreistellige Millionengewinne. Anders als in einer normalen Bank darf der Vorstand keinerlei Neugeschäft machen. Offizielles Geschäftsziel ist es, das Portfolio von Jahr zu Jahr weiter zu schrumpfen.

Allerdings hält die FMS viele Papiere mit jahrzehntelangen Laufzeiten, die nach wie vor schwer oder gar nicht verkäuflich sind. Das letzte Papier wird im Jahr 2078 fällig.