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Produktion von Autoreifen erreicht krisenbedingt neuen Tiefstand

·Lesedauer: 1 Min.
Neuwagen auf einem Parkplatz (AFP/Patrik Stollarz)

Die Produktion von Autoreifen hat in Deutschland krisenbedingt einen neuen Tiefstand erreicht: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte, wurden 2020 rund 36,3 Millionen Reifen für Pkw produziert – das war über ein Viertel (26,6 Prozent) weniger als im Vorjahr. Verglichen mit dem Jahr 2015 ergab sich sogar ein Rückgang um 40,6 Prozent.

Den Statistikern zufolge setzte sich dieser Trend bereits auch im laufenden Jahr fort. So lagen die Produktionszahlen im ersten Halbjahr zwar 20 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, jedoch noch immer deutlich unter dem Niveau im vergleichbaren Vorkrisenzeitraum, dem ersten Halbjahr 2019. Hier betrug das Minus 25,4 Prozent.

Der Rückgang der Produktion belastet die Umsätze der Reifenhersteller, wie das Bundesamt weiter ausführte. Diese erwirtschafteten 2020 rund 4,9 Milliarden Euro, das war ein Minus von 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Außenhandel litt unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Zudem sorgen Lieferengpässe und eine große weltweite Nachfrage für wachsende Rohstoffpreise bei dem für die Reifenherstellung wichtigen Kautschuk. Die Einfuhrpreise von Naturkautschuk waren im August 2021 um 41,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Synthetischer Kautschuk verteuerte sich in dem Zeitraum um 46,7 Prozent.

hcy/bk

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