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Prinz Harry im Oprah-Interview: "Er hörte auf, meine Anrufe entgegenzunehmen"

·Lesedauer: 3 Min.

Eins der großen Themen im Gespräch mit Oprah Winfrey ist das Verhältnis von Harry und Meghan zur Königsfamilie. Was der Enkel der Queen über seine Beziehung zu seinem Vater Prinz Charles und seinem Bruder Prinz William berichtet, ist traurig.

Prinz Charles, Prinz William + Prinz Harry
Prinz Charles, Prinz William + Prinz Harry

Nicht nur Meghan, 39, auch Prinz Harry, 36, findet im Interview mit Oprah Winfrey, 67, schockierend ehrliche Worte. Kein Thema sollte tabu sein, wurde vorab angekündigt. So wundert es nicht, dass Harry auch das angespannte Verhältnis zu seiner Familie, besonders zu seinem älteren Bruder Prinz William, 39, und seinem Vater Prinz Charles, 72, ausführlich bespricht.

Prinz Harry über Verhältnis zur Königsfamilie: "Es gibt eine Menge aufzuarbeiten"

Während Harry zugibt, im letzten Jahr mehr mit seiner Großmutter, der Queen, 94, gesprochen zu haben als sonst, ist die Beziehung zu seinem Vater schwieriger. Während des Trubels um den Rücktritt von Harry und Meghan Anfang letzten Jahres soll Charles die Anrufe seines jüngsten Sohnes sogar ignoriert haben. Das sei zwar jetzt besser, aber es gebe immer noch eine "Menge aufzuarbeiten".

Prinz Charles ging nicht mehr ans Telefon, Harry ist traurig

Harry sorgt bei Oprah Winfrey auch für Klarheit über den Megxit im Januar 2020. Dieser soll – entgegen von Medienberichten – keinesfalls überraschend für den Rest der Königsfamilie gewesen sein. Während der Familienauszeit mit Meghan und Archie in Kanada (November 2019 bis Januar 2020) führte Harry drei Gespräche mit der Queen und zwei mit seinem Vater. Charles soll seinen Sohn gebeten haben, seine Wünsche zu Papier zu bringen. "Bevor er aufhörte, meine Anrufe entgegenzunehmen, sagte er, ich solle zu Papier bringen, was mein Plan sei. [...] Er wollte es schriftlich und ich habe alles aufgeschrieben", sagt Prinz Harry über seinen Vater Charles.

Sogar den Zeitpunkt der Verkündung hat Harry mit aufgeschrieben. Auf die Frage nach den ignorierten Anrufen erklärt er: "Zu diesem Zeitpunkt nahm ich die Dinge selbst in die Hand. Ich musste das für meine Familie tun. Das ist für niemanden eine Überraschung. Es ist wirklich traurig, dass es bis zu diesem Punkt gekommen ist." Meghan + Harry: Das zweite Baby wird ein... (sie verrät bei Oprah)

Harry über Charles: "Er weiß, wie sich dieser Schmerz anfühlt"

Harry betont, dass er an seine und Meghans psychische Gesundheit denken musste, und an seinen Sohn. "Ich konnte sehen, wohin das führt", sagt Harry und spielt damit auf das Schicksal seiner verstorbenen Mutter an. Von Charles fühlt er sich im Stich gelassen: "Ich bin wirklich enttäuscht, weil er etwas Ähnliches durchgemacht hat. Er weiß, wie sich dieser Schmerz anfühlt."

Für die Zukunft wünscht sich Harry, dass die Beziehung zwischen Vater und Sohn wieder besser wird. "Natürlich werde ich ihn immer lieben. Aber es ist viel passiert und der Schmerz sitzt tief. [...] Es ist weiterhin eine meiner Prioritäten, diese Beziehung zu reparieren." Oprah-Interview: Live-Ticker zum Talk von Prinz Harry und Herzogin Meghan

William und Charles sind "gefangen im System"

Außerdem äußert er Kritik an der "königlichen Blase", wie sie Oprah nennt, und dem System, in dem sein Vater und sein Bruder als Thronfolger "gefangen" sind. Er habe versucht, Charles und William "aufzuklären" und das, was er durch den "Prozess", den er durchgemacht hat, gelernt hat, an sie weiterzugeben. Sie seien "gefangen im System. Wie der Rest meiner Familie. Mein Vater und mein Bruder sind gefangen. Sie dürfen nicht gehen. Und dafür tun sie mir sehr leid."

Über William: "Wir sind zusammen durch die Hölle gegangen, aber haben verschiedene Wege gewählt"

Über sein Verhältnis zu seinem Bruder Prinz William sagt Harry deutlich weniger. Er wünsche sich, dass die Zeit alles heilt. Momentan lebe die Beziehung vom Abstand. "Ich liebe William bis aufs Blut, er ist mein Bruder. Wir sind zusammen durch die Hölle gegangen. [...] Aber, wir haben verschiedene Wege gewählt", erklärt Prinz Harry.

Verwendete Quelle: "Oprah with Meghan and Harry: A CBS Primetime Special"