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Prinz Charles: Prinz Philip zweifelte an seinen Thronfolger-Qualitäten

·Lesedauer: 3 Min.

Das hört kein Kind gerne. Der verstorbene Prinz Philip soll in der Vergangenheit eine Zeit lang kein gutes Haar an seinem Sohn Charles gelassen haben und ihm sogar seine Qualitäten als künftiger König von England abgesprochen haben.

Prinz Philip (†), Prinz Charles
Prinz Philip (†), Prinz Charles

Als Prinz Philip, †99, am 17. April zu Grabe getragen wurde, zeigte Prinz Charles, 72, am deutlichsten seine Emotionen. Die tiefe Trauer stand dem ältesten Sohn ins Gesicht geschrieben, sogar Tränen waren auf Fotos zu erkennen. Doch wie viele andere hatte auch diese Vater-Sohn-Beziehung ihre Schattenseiten. Der Herzog von Edinburgh soll sich zeitweilig verächtlich über den Prinzen von Wales geäußert und sich von ihm entfremdet haben.

Prinz Charles spürte die Verachtung seines Vaters

Die Beziehung zwischen Prinz Philip und Charles durchlebte offenbar Höhen und Tiefen, wie Gyles Brandreth in seiner kürzlich erschienenen Biographie "Philip: The Final Portrait" behauptet. Zeitweise habe der Vater keinerlei Hehl um seine Abneigung gegen den Sohn gemacht. "Die Verachtung des Herzogs für seinen ältesten Sohn war umso schockierender, als dass er wenig oder gar keinen Versuch unternahm, sie zu verbergen," skizziert der Autor das angespannte Verhältnis, das seinen Höhepunkt mit dem Ende der Ehe von Charles und Diana gefunden haben soll. Prinz Philip: Die Welt trauert im den Herzog von Edinburgh

Philip habe geglaubt, dass seinem Sohn wichtige Eigenschaften fehlen – Qualitäten, die es braucht, um ein guter König zu sein. "Als Prinz Philip in den 1980er und 1990er Jahren mit mir über Prinz Charles sprach, war sein Ton immer von einem Hauch der Verzweiflung geprägt – und oft auch von einem Hauch Sarkasmus," berichtet Brandreth. "Der Herzog machte den Eindruck, dass er sich wünschte, dass sein Sohn robuster und weniger schlau wäre." Er "würde keinen guten König abgeben," soll Philip sogar geäußert haben. "Es gab eine Zeit, in der der Herzog von Edinburgh den Prinzen von Wales als 'gekünstelt, extravagant und ohne die nötige Hingabe' beschrieb", fährt der Autor fort. Ein Tiefschlag für den designierten Monarchen.

Öffentliche Demütigungen

Seiner Abneigung gegen den eigenen Sohn soll der Vater auch in der Öffentlichkeit unverhohlen Luft gemacht haben. "Im Sommer 1986, zum Beispiel, überreichten wir unserem Präsidenten [Prinz Philip, Anm. d. Red.] bei einem Treffen der Offiziere der 'Playing Fields Association' das, was wir uns als willkommenes Geburtstagsgeschenk erhofft hatten: drei Paar Kutscherhandschuhe."

Philip habe das Geschenk ausgepackt und es genau inspiziert. "Das erste Paar Handschuhe hatte eine hellbraune Farbe. Der Herzog zeigte seine Zustimmung," erinnert sich Brandreth. Das zweite Paar sei dunkelbraun gewesen. "Vielen Dank", habe Philip gesagt. Das dritte Paar Handschuhe war offenbar blass-lila. "Er hielt es verächtlich zwischen Daumen und Zeigefinger hoch und sagte: 'Ich denke, wir geben sie dem Prinzen von Wales.'" Prinz Philip ist tot: Die Bilder der Beisetzung

Annäherung im Alter

Die Spannungen zwischen Vater und Sohn sollen mehrere Jahre angehalten haben. In den letzten beiden Jahrzehnten haben sie sich jedoch wieder angenähert. "Das Gefühl zwischen Prinz Charles und Prinz Philip hat sich völlig verändert," versicherte der Auto im Gespräch mit der britischen Zeitung "Express". Wie innig das Verhältnis zwischen den beiden bis zu Philips Tod war, zeigen die bewegenden Bilder des trauernden Sohnes.

Verwendete Quellen: Gyles Brandreth "Philip: The Final Portrait", express.co.uk