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Pressestimme/'Wall Street Journal': Bidens Öl-Politik ist wie ein Unfall

WASHINGTON (dpa-AFX) -Angesichts der Entscheidung der Allianz Opec+, die Ölproduktion zurück- statt hochzufahren, erwägt US-Präsident Joe Biden auf der Suche nach Alternativen, die Sanktionen gegen das ölreiche Venezuela zu lockern. Dazu schreibt das "Wall Street Journal":

"Der Wahnsinn der Energiepolitik der Biden-Regierung ist schrecklich anzusehen - wie ein Autounfall, nur dass alle US-Amerikaner drinsitzen. (...) Das Venezuela-Manöver ist Teil der laufenden Diktator-Tournee der Biden-Regierung, um überall außer in Amerika eine gesteigerte Ölversorgung zu fördern. (...) Dieses ganze internationale Drama und die wachsende wirtschaftliche Angreifbarkeit Amerikas hätte vermieden werden können, wenn die Biden-Regierung sich nicht entschieden hätte, gegen die heimische Öl- und Gasindustrie Krieg zu führen. Das Weiße Haus gibt der Industrie die Schuld für die hohen Gaspreise, während es gleichzeitig alles tut, um Ölbohrungen schwieriger und finanziell riskanter zu machen.

Ein vergleichbarer Akt der strategischen Selbstsabotage findet sich nur in Deutschland und seiner zwei Jahrzehnte langen Entschlossenheit, sich vom russischen Gas abhängig zu machen. Angesichts eines Krieges in Europa, einer weltweiten Energiekrise und des Risikos einer globalen Rezession würde eine seriöse US-Regierung alles in ihrer Macht Stehende tun, um eine höhere heimische Energieproduktion zu fördern. Diese Regierung würde Amerika eher abhängiger machen von den "konstruktiven Schritten" von Diktatoren."