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Pressefreiheit: Ein weltweit bedrohtes Gut

AFP-Reporter Arman Soldin und Shireen Abu Akleh, Reporterin von Al Jazeera in den besetzten palästinensischen Gebieten: Beide Journalisten, die in Kriegsgebieten getötet wurden. Dafne Caruana Galizia, Anna Politowskaja, Jamal Khashoggi, Jan Kuciak: allesamt Journalist:innen, die ermordet wurden, weil sie unbequem waren.

Jeden Tag behindern Drohungen, Gewalt und willkürliche Verhaftungen die Arbeit der freien Presse.

"Die Situation ist überall schlecht", sagt Guilherme Canela De Souza Godoi, Leiter der UNESCO-Abteilung für Meinungsfreiheit und Sicherheit von Journalisten. "Weil die neuen Arten von Verbrechen, insbesondere die digitalen Verbrechen, nicht auf eine bestimmte Region oder ein bestimmtes Land beschränkt sind. Wir haben festgestellt, dass 85 % der Weltbevölkerung in den letzten fünf Jahren eine Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit erlebt haben".

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Laut dem jüngsten Unesco-Bericht über die Sicherheit von Journalisten und die Gefahr der Straflosigkeit kamen im Jahr 2021 36% der getöteten Journalisten in Kriegsgebieten ums Leben, der Rest wurde außerhalb dieser Gebiete getötet. Hervorzuheben sind Länder wie Mexiko, China, Russland oder Saudi-Arabien, wo die Situation der Pressefreiheit besonders schwierig ist.

Aber auch in Europa werden Journalisten bedroht, von der Mafia etwa, oder auch im Balkan. Während der Balkan an die Tür der Europäischen Union klopft, ist die Lage der Pressefreiheit dort katastrophal", sagt Pauline Adès-Mével, Sprecherin von "Reporter ohne Grenzen". "Serbien ist voller russischer Desinformation. Es ist wichtig, dass diese Länder, die vielleicht Teil einer geplanten EU-Erweiterung sind, keine Desinformationslabore beherbergen oder mafiösen und kriminellen Gruppen schützen, die Journalisten angreifen."

Am internationalen Tag der Pressefreiheit hat der Europarat die Regierungen aufgefordert, den Schutz von Journalisten zu einer politischen Priorität zu machen, und das wertvollste Gut zu schützen, das noch existiert: die Demokratie.