Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    14.056,34
    -23,69 (-0,17%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.704,85
    -7,93 (-0,21%)
     
  • Dow Jones 30

    30.803,86
    -466,23 (-1,49%)
     
  • Gold

    1.696,90
    -18,90 (-1,10%)
     
  • EUR/USD

    1,1985
    -0,0082 (-0,68%)
     
  • BTC-EUR

    40.379,54
    -2.547,60 (-5,93%)
     
  • CMC Crypto 200

    969,20
    -18,01 (-1,82%)
     
  • Öl (Brent)

    64,18
    +2,90 (+4,73%)
     
  • MDAX

    31.309,21
    -252,66 (-0,80%)
     
  • TecDAX

    3.270,58
    -48,97 (-1,48%)
     
  • SDAX

    14.996,34
    -305,48 (-2,00%)
     
  • Nikkei 225

    28.930,11
    -628,99 (-2,13%)
     
  • FTSE 100

    6.650,88
    -24,59 (-0,37%)
     
  • CAC 40

    5.830,65
    +0,59 (+0,01%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.688,72
    -309,03 (-2,38%)
     

Premier Draghi wirbt mit erster großer Rede um Vertrauen im Senat

·Lesedauer: 1 Min.

ROM (dpa-AFX) - Vier Tage nach seiner Amtseinführung wirbt Italiens neuer Regierungschef Mario Draghi am Mittwoch (ab 10.00 Uhr) mit einer ersten programmatischen Rede um das Vertrauen des Parlaments. Seine Ansprache im Senat in Rom, der kleineren von zwei Parlamentskammern, wird mit Spannung erwartet - denn der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank hat seit seinem Start als Ministerpräsident am Samstag noch nichts zu seinem politischen Kurs gesagt.

Nach der Rede ist im Laufe des Tages eine Vertrauensabstimmung im Senat vorgesehen, voraussichtlich am späten Abend. Auch in der größeren Abgeordnetenkammer war für Mittwochmittag ein Auftritt Draghis angekündigt. Auch dort folgt eine Vertrauensfrage - vorgesehen für Donnerstag. In Rom wird allgemein damit gerechnet, dass der 73-jährige Draghi mit seinem neuen Kabinett in beiden Häusern die erforderliche Mehrheit bekommt.

Denn in seiner Regierung ist ein sehr breites Parteienspektrum von rechts bis links versammelt. Nur die ultrarechten Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) haben eine klare Opposition angekündigt und wollen mit Nein stimmen. Zwar hatten Abweichler aus der mitregierenden Fünf-Sterne-Bewegung Unmut geäußert - die Unzufriedenen kritisierten etwa die Zusammensetzung des Kabinetts. Doch Draghis Mehrheit galt dadurch nicht als gefährdet. Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung ist die größte Kraft im Parlament

Der Ökonom Draghi war am Samstag von Staatschef Sergio Mattarella vereidigt worden. Italiens Verfassung schreibt vor, dass eine Regierung innerhalb von zehn Tagen nach ihrer Bildung die Vertrauensfrage in den Kammern stellen muss.

Die alte Mitte-Links-Koalition von Giuseppe Conte war im Januar mit dem Auszug der Splitterpartei Italia Viva zerbrochen. Grund war der Streit um EU-Hilfsgelder in der Corona-Krise. Am 26. Januar war Conte zurückgetreten.