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Präsidentschaftswahlen in Türkei: Rekord bei Wahlbeteiligung im Ausland

Die zweite Runde der türkischen Präsidentschaftswahlen ist im Ausland mit einer Rekordbeteiligung zu Ende gegangen. Tausende von Säcken mit Stimmzetteln strömen gerade aus verschiedenen Teilen der Welt in die Türkei.

Fast 1,86 Millionen Türk:innen im Ausland haben ihre Stimme abgegeben, und ihre Entscheidung könnte den Ausschlag geben: entweder zugunsten des amtierenden Präsidenten, des gemäßigten Islamisten Recep Tayyip Erdogan, oder seines sozialdemokratischen Rivalen Kemal Kiriçdaroglu.

Erdogan hatte bei der ersten Abstimmung die absolute Mehrheit nur knapp verfehlt, trotz Wirtschaftskrise und Abnutzungserscheinungen nach 20 Jahren an der Macht.

Viele junge Menschen wollen einen Wandel. Der Student Yiğit Şenciol sagte der Nachrichtenagentur AFP:

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"So Gott will, wird sich mit dieser Wahl einiges ändern: Die Menschen werden nicht mehr das Bedürfnis haben, ins Ausland zu gehen, sie werden frei leben können, die Wirtschaft wird sich verbessern. Inshallah werden die Menschen in der Türkei bleiben, denn die Abwanderung von Fachkräften beeinträchtigt unser Land sehr stark."

Nicht nur die Jugend will den Wandel, sondern auch die Bewohner:innen der vom Erdbeben im Februar letzten Jahres am stärksten betroffenen Gebiete. Wie Sema Sicek, Einwohner von Antakya, fühlen sie sich ihrem Schicksal überlassen.

"Für mich ist das keine Frage der Partei. Ich würde für jeden stimmen, um ihn (Erdogan, Anm. d. Red.) loszuwerden. Es kann Kiriçdaroglu oder jemand anderes sein, das ist mir egal. Dieser Mann hat uns lebendig begraben, er hat uns nicht geholfen, bis heute habe ich keine Hilfe bekommen!"

Am Sonntag findet in der Türkei der entscheidende zweite Wahlgang statt, und rein rechnerisch scheint Erdogan die besseren Karten zu haben. Der Präsident wird jetzt auch von dem ultranationalistischen Kandidaten Sinan Ogan unterstützt, der in der ersten Runde 5 Prozent der Stimmen erhielt.