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Präsidentenwahl in Zypern: Anastasiades offenbar Sieger

Der konservative Politiker Nikos Anastasiades hat Nachwahlbefragungen zufolge die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Zypern klar gewonnen. Der Anführer der Oppositionspartei Disy erhielt 51,1 Prozent der Stimmen, wie das Staatsfernsehen berichtete. Auf dem zweiten Platz landete demnach der ehemalige Gesundheitsminister Stavros Malas mit nur 27,3 Prozent.

Sollte sich das Ergebnis bestätigen, ist keine Stichwahl nötig. Allerdings gaben die Institute eine statistische Fehlerquote von 1,5 Prozent an, eine zweite Runde ist zunächst nicht eindeutig ausgeschlossen.

Zypern hatte im Juni eine Anfrage auf Hilfe aus dem Eurorettungsfonds gestellt und benötigt nach eigenen Angaben rund 17 Milliarden Euro. Der 66-jährige Anastasiades hatte im Wahlkampf die Notwendigkeit strikter Sparmaßnahmen betont, um Vorgaben der internationalen Gläubiger zu erfüllen. Malas trat dagegen für eine Entschärfung der möglichen Sparauflagen ein.

Insgesamt waren 545.000 Zyprer aufgerufen, sich zwischen neun Kandidaten und zwei Kandidatinnen für das Präsidentenamt zu entscheiden. Eine zweite Wahlrunde wäre nötig, wenn keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht.