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Positive Reaktionen in Moskau auf Sanktionsverzicht bei Nord Stream 2

·Lesedauer: 1 Min.

MOSKAU (dpa-AFX) - In Russland ist der Verzicht der USA auf neue scharfe Sanktionen gegen die Ostseepipeline Nord Stream 2 positiv aufgenommen worden. Zwar kritisierte der prominente Außenpolitiker Konstantin Kossatschow am Donnerstag, dass kurz nach Beginn von Gesprächen des US-Außenministers Antony Blinken und seinem Moskauer Kollegen Sergej Lawrow Strafmaßnahmen gegen weitere am Leitungsbau beteiligte russische Schiffe und Organisation erlassen wurden. "Das ist bisher unsere Realität, doch schimmert nun am Ende des Tunnels ein Licht", sagte der Vizechef des russischen Föderationsrats.

Zur Erleichterung Russlands hatten die USA auf Strafmaßnahmen gegen die Nord Stream 2 AG und deren deutschen Geschäftsführer Matthias Warnig verzichtet - aus Rücksicht auf deutsche Interessen, wie es hieß. Blinken und Lawrow hatten sich in der Nacht zum Donnerstag in Reykjavik (Island) erstmals persönlich zu einem Gespräch getroffen.

Die Entscheidung, gegen die Nord Stream 2 AG keine Sanktionen zu verhängen, erhöhe nun die Chancen einer Fertigstellung und Inbetriebnahme der Pipeline in einigen Monaten, sagte der Analyst Dmitri Marintschenko der russischen Staatsagentur Tass. Es sei allerdings schwer, genaue Daten zu nennen, weil ein Teil der Sanktionen in Kraft sei. Es handele sich aber insgesamt um eine gute Nachricht, meinte der Experte. Möglich sei nun eine Fertigstellung bis Ende des Jahres.

Die umstrittene Erdgaspipeline von Russland durch die Ostsee nach Deutschland ist weitgehend fertiggebaut. In deutschen Gewässern fehlen offiziellen Angaben zufolge 13,9 Kilometer des einen Stranges und 16,8 Kilometer des zweiten Stranges. Die Pipeline zählt seit Jahren zu den Hauptstreitpunkten in den deutsch-amerikanischen Beziehungen. Die USA warnen Deutschland vor einer zu hohen Abhängigkeit von russischem Gas.