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In Portugal vor Ort: Nico Hülkenberg als Coronavirus-Stand-by

Maria Reyer
·Lesedauer: 2 Min.

Nico Hülkenberg steht nach seinem Einsatz für Racing Point auf dem Nürburgring auch in Portugal als Ersatzmann bereit. Im Falle eines erneuten krankheitsbedingten Ausfalls von Lance Stroll, könnte der Deutsche bereits zu seinem vierten Renneinsatz in dieser Saison kommen. Der Kanadier wurde nach dem Eifel-Grand-Prix positiv auf das Coronavirus getestet, daher möchte das Team kein Risiko eingehen.

"Ja, Nico ist hier", bestätigt Teamchef Otmar Szafnauer am Donnerstagvormittag in Portugal. "Und ich glaube, auch andere Teams haben sich dazu entschlossen, ihre Ersatzpiloten zum ersten Mal mitzubringen. Es ergibt einfach Sinn, einen Ersatzfahrer zu haben."

Am Nürburgring-Wochenende war Hülkenberg ursprünglich als RTL-Experte im Einsatz, er musste dann aber am Samstag im Qualifying kurzfristig für den ausgefallenen Stroll einspringen. Der Kanadier hatte über Magen-Darm-Probleme geklagt. Die Symptome hätten laut Racing Point nicht eindeutig auf das Coronavirus hingedeutet.

Daher wurde Stroll erst nach seiner Rückkehr in der Schweiz wieder auf das Virus getestet - mit einem positiven Ergebnis. Daraufhin begab er sich in zehntägige Quarantäne. Am Montag (19. Oktober) wurde er nun wieder negativ getestet. Daher hofft Stroll, am Wochenende in Portimao fahren zu können.

"Er hat einen negativen Test vor diesem Rennwochenende abgeliefert. Die Wahrscheinlichkeit, dass er jetzt wieder einen positiven abgibt, ist gering. Geht es gegen Null? Ich weiß nicht so viel darüber, aber es ist sehr gering." Als Vorsichtsmaßnahme sei Hülkenberg mitangereist.

Szafnauer betont: "Ich bin zuversichtlich, dass Lance dieses Wochenende im Auto sitzen wird." Zuvor kämpfte der 21-Jährige bereits seit dem Grand Prix von Russland mit gesundheitlichen Beschwerden. Er wurde allerdings vor dem Eifel-Rennen negativ auf das Virus getestet.

Obwohl sich sein Zustand am Samstag des Nürburgring-Wochenendes verschlechterte, entschied sich Stroll dazu, keinen Test an der Strecke zu machen. Sein persönlicher Arzt riet ihm davon ab. Er glaubte nicht daran, dass Stroll am Virus leiden könnte.

Die böse Überraschung folgte am Sonntagnachmittag, als sowohl Stroll junior als auch sein Vater und Racing-Point-Teambesitzer Lawrence Stroll positiv getestet wurden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.