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Porsche Taycan ist das meistverkaufte E-Auto in der Türkei. Die Türken zahlen den Doppelpreis für den Sportwagen

·Lesedauer: 2 Min.
Jeder zweite E-Sportwagen in der Türkei ist ein Porsche Taycan
Jeder zweite E-Sportwagen in der Türkei ist ein Porsche Taycan

Die Türkei hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Zuliefer- und Produktionsstandorte für europäische Autohersteller entwickelt. Eines der Leuchtturmprojekte ist hierbei das Elektroauto Togg, das Ende 2022 auf den Markt kommen soll.

Doch bis die ersten türkischen Elektroautos vom Band rollen, kaufen sich die Türken vor allem deutsche Fahrzeuge. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, sollen deutsche Elektro-Sportwagen gerade einen Absatzboom in der Türkei erleben.

Im Corona-Jahr 2020 wurden laut der „FAZ“ in der Türkei 1580 Elektro-Autos aus Deutschland verkauft – siebenmal mehr als ein Jahr zuvor. Das beliebteste deutsche Auto der Türken war der Porsche Taycan. Insgesamt verkaufte Porsche im vergangenen Jahr 805 Taycans in der Türkei. Auf dem zweiten Platz steht der Mercedes EQC mit 206 verkauften Autos, gefolgt vom Jaguar I-PACE (178), Renault (135), Mini Cooper (115), Audi e-tron(44) und BMW i3 (39).

Porsche Taycan kostet mehr als das Doppelte

Porsche soll mit seinem Elektro-Sportwagen einen Nerv bei den Türken getroffen haben. Jeder zweite E-Sportwagen, den man auf den Straßen in der Türkei sehen kann, ist ein Porsche Taycan. Während der Taycan in Deutschland einen Basispreis von knapp 86.000 Euro hat, kostet er in der Türkei das Doppelte. Wer einen schnellen Flitzer in der Türkei ergattern möchte, muss also tief in die Tasche greifen. 2020 kostete er beim Händler knapp 164.000 Euro – 2021 sogar 246.000 Euro!

Der Grund für den hohen Preisunterschied ist vor allem die Sondersteuer, die der türkische Staat seit Neuestem erhebt. Hat man vor einigen Jahren noch einen staatlichen Aufschlag von 15 Prozent für ein Elektro-Auto bekommen, werden die Ersparnisse durch die Sondersteuer irrelevant.

Steuerbehörden sollen in der staatlichen Subvention einen Vorteil für Wohlhabende gesehen haben, erklärt Albert Saydam, der Präsident des türkischen Autozulieferverbands TAYSAD in der FAZ. Ab Februar 2021 erhöhte die Behörde die Steuern auf elektrisch betriebene Fahrzeuge deshalb von 15 auf 60 Prozent.

Die Türkei strebt bis 2030 einen Fahrzeugmarkt von 2 Millionen Elektrofahrzeugen an, wie aus einem Entwurf des Ministeriums für Industrie und Technologie hervorgeht. Mehr als ein Drittel aller Fahrzeuge sollen demnach elektrisch sein. Damit es auch die nötige Infrastruktur gibt, soll in den nächsten neun Jahren landesweit ein Netzwerk von 251.000 Ladeanschlüssen entstehen.

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