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Porsche baut wegen Halbleitermangels vorübergehend Dummy-Chips ein

·Lesedauer: 1 Min.
Porsche-Chef Blume in einem Taycan im April

Der Stuttgarter Autobauer Porsche behilft sich aufgrund des weltweiten Mangels an Halbleitern mit Dummy-Chips. "Wir steuern täglich mit hohem Aufwand und Kreativität unsere Produktionsprogramme und können darüber etwas abfedern - zum Beispiel produzieren wir Fahrzeuge mit sogenannten Dummy-Chips", sagte Porsche-Chef Oliver Blume der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" vom Freitag. "Sobald die realen Chips verfügbar sind, rüsten wir diese Fahrzeuge nach."

Es gehe um eine niedrige fünfstellige Anzahl an Fahrzeugen. Porsche mache so "buchstäblich aus der Not eine Tugend", führte Blume aus. "Wir achten immer darauf, dass unsere Kunden nicht zu lange warten müssen." Porsche habe innerhalb des Volkswagen-Konzerns wegen seiner ergebnisstarken Modelle "eine gewisse Priorität", sagte Blume den Zeitungen. Im zweiten Halbjahr wolle das Unternehmen an den Wochenenden aufholen. "Aber auch das hängt von der Halbleiter-Verfügbarkeit ab."

Der Sportwagenbauer ist trotz des Halbleitermangels und der Corona-Krise auf Rekordkurs. In der ersten Jahreshälfte erzielte Porsche ein operatives Ergebnis von 2,8 Milliarden Euro und eine Umsatzrendite von rund 17 Prozent. "Das ist ein Halbjahresergebnis, das wir 2014 noch als Gesamtjahresergebnis ausgewiesen haben", sagte Blume. Als Grund für den Erfolg nennt er die Produktstrategie. Ein Beispiel sei der vollelektrische Taycan. "Im ersten Halbjahr konnten wir knapp 20. 000 Taycan ausliefern – damit ist praktisch schon jetzt das Volumen des gesamten Vorjahres erreicht."

ilo/fwe

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