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Porsche arbeitet an den umstrittenen Kraftstoffen E-Fuels — jetzt warnen Experten vor Umweltbelastung und hohen Literpreisen

·Lesedauer: 2 Min.
Porsche-Chef Oliver Blume.
Porsche-Chef Oliver Blume.

Porsche möchte bei bestehenden Verbrenner-Modellen und Oldtimern künftig zunehmend auf synthetische Kraftstoffe setzen. Das berichtete das "Handelsblatt" am Mittwoch. Gemäß dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sollen ab 2035 ausschließlich Elektromobile sowie "nachweisbar mit E-Fuels betankbare Fahrzeuge" neu zugelassen werden. Porsche argumentiert, dass durch den Einsatz sogenannter E-Fuels CO2 gespart werden könne. Allerdings möchten die Stuttgarter nur noch den Kult-Sportwagen 911 neu mit einem Ottomotor ausliefern, der Rest der Modellpalette wird dagegen ohnehin auf den batterieelektrischen Antrieb umgestellt. Wesentlich umweltschonender seien die Verbrenner mit E-Fuels jedoch trotzdem nicht zwingend, sagen Experten.

Zu diesem Ergebnis kam in einer Studie auch die europäische Organisation Transport & Environment (T&E). Demnach würden synthetische Kraftstoffe den CO2-Ausstoß heutiger Fahrzeuge tatsächlich etwas verringern, jedoch bleibe die Menge an ausgestoßenem Stickstoffdioxid dieselbe. Dieser belaste die Atemwege. Teilweise würde sogar mehr umweltschädliches Methan produziert werden. Das berichtet das "Handelsblatt". Zudem würde bei der Produktion der Kraftstoffe eine große Menge Strom aus erneuerbaren Quellen benötigt werden. Die gemeinnützige Organisation International Council on Clean Transportation (ICCT) kritisiert daher, dass die Produktion von E-Fuels eine Verschwendung bereits knapp verfügbaren Ökostroms sei.

E-Fuels würden das Autofahren deutlich teurer machen

Experten weisen außerdem auf die finanzielle Auswirkung auf den Verbraucher hin. Der Preis für einen Liter synthetischen Kraftstoffs liegt derzeit bei rund zehn Euro. Sollte die Nutzung von E-Fuels zum Standard werden, würden auf Fahrzeughalter zukünftig deutlich höhere Kosten zukommen.

Dieses Problem will Porsche unter anderem mit einer eigenen Anlage lösen, um E-Fuels herzustellen. Allerdings wird diese in Chile gebaut. Mit Windkraftanlagen will Porsche dort genügend Strom für die Produktion der Kraftstoffe erzeugen und verspricht, den Literpreis senken zu können. Zu Kosten des Autobauers: Für die Pilotanlage sind laut „Handelsblatt“ Ausgaben in Höhe von 40 Millionen Euro nötig.

Mehr Informationen zu synthetischen Kraftstoffen findet ihr in unserem YouTube-Video.

https://www.youtube.com/watch?v=eAf5h_YRjMc&t=1s

AF

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