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Frauen triumphieren bei den Brit Awards

·Lesedauer: 2 Min.
Dua Lipa

Frauen haben in diesem Jahr ganz klar die Regentschaft bei den Brit Awards übernommen - allen voran Dua Lipa: Die 25-Jährige erhielt bei der Verleihung der wichtigsten britischen Musikpreise am Dienstagabend in London den Preis für das Album des Jahres für "Future Nostalgia". Zudem wurde sie als beste einheimische Künstlerin ausgezeichnet. Trotz Corona-Pandemie konnten 4000 Gäste die Gala live in der O2-Arena verfolgen.

Die Brit Awards waren in der Vergangenheit kritisiert worden, weil oft nur männliche Künstler die Preise abräumten. Doch in diesem Jahr wurden in den für Frauen und Männer offenen Kategorien fast ausschließlich Künstlerinnen geehrt. So gewann das Frauentrio Little Mix den Preis als beste britische Gruppe. Es war das erste Mal, dass dieser wichtige Preis an eine Frauenband ging.

In einem weiteren bemerkenswerten Moment wurde der US-Sängerin Taylor Swift als erster Frau der Ehrenpreis Global Icon Award verliehen - für ihren "immensen Einfluss auf die Musik in der ganzen Welt". Den Preis als bester Newcomer erhielt die Sängerin Arlo Parks. Als beste internationale Gruppe wurden die drei Schwestern der US-Popband Haim ausgezeichnet.

Auf den Vormarsch der Frauen wies auch Dua Lipa in ihrer Dankesrede hin: "Das letzte Mal, als ich 2018 hier oben stand, um einen Preis anzunehmen, habe ich gesagt, dass ich mehr Frauen auf diesen Bühnen sehen will", sagte die Sängerin. "Ich bin so stolz, dass dies nun, drei Jahre später, geschieht." Es sei eine große Ehre, "Teil dieser Welle von Frauen in der Musik zu sein", sagte die Sängerin, die live bei der Gala auftrat.

Zugleich zollte die 25-Jährige allen Mitarbeitern im Gesundheitswesen ihren Respekt und warb für deren faire Bezahlung. "Es ist schön, für sie zu klatschen. Aber wir müssen sie angemessen bezahlen." Aus dem Publikum, in dem viele sogenannte "Frontline Workers" saßen, kam massiver Jubel.

Die Brit Awards sind das größte jährlich stattfindende Event in der Pop-Branche Großbritanniens. Ursprünglich sollte die große Gala bereits vor drei Monaten stattfinden - wegen der Corona-Pandemie musste sie verschoben werden. Nun aber gehen die Infektionszahlen in Großbritannien seit geraumer Zeit stetig zurück, die Impfkampagne macht große Fortschritte.

Trotz Corona-Pandemie strömten deshalb rund 4000 Gäste in die Londoner O2-Arena, als Teil mehrere Pilotprojekte der britischen Regierung zur Öffnung von Kultur- und Sportstätten. Rund 2500 Plätze gingen dabei an "Frontline Workers".

Die Gäste und Teilnehmer mussten beim Eintritt lediglich einen negativen Corona-Test vorweisen. Sobald sie an ihrem Platz waren, mussten sie keine zusätzlichen Abstandsgebote mehr einhalten und keine Schutzmasken tragen.

Als bester männlicher Künstler wurde der Rapper J Hus geehrt. Den Preis für die beste britische Single ging an Harry Styles für "Watermelon Sugar". Internationale Auszeichnungen erhielten unter anderem die US-Sängerin Billie Eilish und der kanadische Sänger The Weeknd.

jes/ju

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