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Polizei nimmt nach Attentat auf Ex-Präsidenten der Malediven Verdächtige fest

·Lesedauer: 1 Min.
Mohamed Nasheed

Nach dem Attentat auf den Ex-Staatschef und heutigen Parlamentspräsidenten der Malediven, Mohamed Nasheed, hat die Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Weitere Details gaben die Ermittler am Samstag nicht bekannt. Der schwer verletzte Nasheed ist nach Angaben seiner Angehörigen inzwischen nicht mehr auf lebenserhaltende Maschinen angewiesen.

Der 53-Jährige war am Donnerstag in der Hauptstadt Malé durch einen explodierenden Sprengsatz schwer verletzt worden. Nach dem Attentat entfernten ihm die Ärzte in einer 16-stündigen Operation zahlreiche Splitter aus Lunge, Leber, Brust, Bauch und Gliedmaßen.

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Vertreter der Regierungspartei MDP machen Gegner von Nasheeds Anti-Korruptions-Politik für das Attentat verantwortlich. Die maledivischen Behörden baten die australische Bundespolizei und Experten des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung um Unterstützung in den Ermittlungen.

Nach 30 Jahren autokratischer Herrschaft war Nasheed 2008 der erste demokratisch gewählte Präsident des Inselstaats im Indischen Ozean. 2012 wurde er nach einem Militärputsch inhaftiert und durfte später das Land verlassen, um sich im Ausland medizinisch behandeln zu lassen. Nachdem sein Verbündeter Ibrahim Mohamed Solih die Präsidentschaftswahl 2018 gewonnen hatte, kehrte Nasheed zurück. Seit 2019 ist er Parlamentspräsident. International bekannt ist er vor allem als Klimaaktivist.

noe/gt