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Politiker und Manager fordern engere Zusammenarbeit EU-China

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Hamburg (dapd). Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus der EU und China haben sich für eine engere Zusammenarbeit der beiden großen Wirtschaftsmächte ausgesprochen. Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen sagte am Donnerstag auf einem deutsch-chinesischen Kongress in Hamburg, er sei zuversichtlich, dass sich die chinesische Wirtschaftsentwicklung wieder verbessern werde. "Das Wachstumsmodell der Vergangenheit lässt sich aber nicht halten", sagte Fitschen mit Blick auf teils zweistellige Wachstumsraten der chinesischen Volkswirtschaft in den vergangenen Jahren.

China bleibt nach den Worten von Wissenschaftsminister Wan Gang auf Wachstumskurs. Das Ziel von 7,5 Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr werde erreicht und im kommenden Jahr möglicherweise noch übertroffen, sagte Wan am Mittwochabend zur Eröffnung der Konferenz "Hamburg Summit". Er sprach sich für eine stärkere Zusammenarbeit mit der EU aus.

Der Minister erinnerte an den chinesischen Beitrag zu Überwindung der europäischen Schuldenkrise. "Wir haben unseren Teil getan", sagte der Minister und verwies auf eine Summe von 43 Milliarden US-Dollar für den Internationalen Währungsfonds. Außerdem habe China in Europa Anleihen gekauft, sowie Importe und Exporte erhöht.

Die Konferenz "Hamburg Summit" läuft bis Freitag. In Hamburg haben 400 chinesische Firmen Niederlassungen.

EADS (Euronext: EAD.NX - Nachrichten) -Chef Tom Enders erklärte, China sei der weltweit zweitgrößte Markt für Airbus (Paris: NL0000235190 - Nachrichten) mit 25 Prozent der Jahresproduktion. In den nächsten 20 Jahren werde China der größte Flugzeugmarkt der Welt sein. Die EADS-Tochter Airbus werde demnächst beginnen, aus ihrem chinesischen Werk heraus zu exportieren. Enders sagte, ein möglicher Einstieg chinesischer Investoren bei EADS sei "keine Bedrohung". Chinesische Firmen kaufen sich in jüngster Zeit im großen Stil in europäische Anbieter ein.

dapd