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Playoff-Check! Diese Teams sind stärker als Bayern

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Playoff-Check! Diese Teams sind stärker als Bayern
Playoff-Check! Diese Teams sind stärker als Bayern

Showdown in der BBL!

Am 19. Mai startet mit den Playoffs (LIVE im TV auf SPORT1) die heiße Saisonphase im Kampf um den Meistertitel.

Den Auftakt machen die MHP Riesen Ludwigsburg und Brose Bamberg. (BBL Playoffs Viertelfinale: MHP Riesen Ludwigsburg - Brose Bamberg, Spiel 1 Mittwoch 19. Mai ab 19.00 Uhr LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream).

Überraschend stehen am Ende der Hauptrunde nicht ALBA Berlin oder der FC Bayern Basketball an der Spitze, sondern die Ludwigsburger. Aber können die Baden-Württemberger den Angriff der Topfavoriten auch in den Playoffs in Schach halten? Oder wirft ein Überraschungsteam seinen Hut in den Ring?

SPORT1 macht das Playoff-Powerranking

1 ALBA Berlin

ALBA Berlin hatte in der Hauptrunde mit einem fast schon unheimlichen Verletzungspech zu kämpfen. Selbst Luke Sikma, der Dauerbrenner der Albatrosse, fiel eine Zeit lang aus. Aber diese Phase haben andere Spieler genutzt und sind in die Bresche gesprungen. Egal, ob Maodo Lo, Johannes Thiemann oder Nils Giffey – sie alle haben gezeigt, warum sie bei einem von Deutschlands Topklubs unter Vertrag stehen. Die Qualität im Kader stimmt also.

Dass neben der Qualität auch die Einstellung passt, bewiesen die Hauptstädter bereits im April. Damals erteilten sie dem FC Bayern Basketball eine wahre Lehrstunde. Mit 100:62 blamierten die Albatrosse den Titelverteidiger in der eigenen Halle.

Bleibt ALBA nun von weiterem Verletzungspech verschont, ist das reboundstärkste Team der BBL ein heißer Kandidat auf den Titel. Die Meisterschaft geht wohl nur über Berlin.

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2 MHP Riesen Ludwigsburg

Ludwigsburg geht als bestes Team der Hauptrunde in die Play-offs und gehört damit automatisch zum Favoritenkreis.

Allerdings haben die Baden-Württemberger in den letzten vier Spielen nur zwei Siege feiern können. Gegen Ende scheint dem Team von Coach John Patrick etwas die Spannung gefehlt zu haben. Im letzten Hauptrundenspiel haben sie aber noch mal gezeigt, zu was sie fähig sind und bezwangen die Bayern mit 91:77.

Dazu sind die Riesen äußerst ballsicher. Gerade einmal 10,7 Turnover haben sie in der Hauptrunde pro Spiel abgegeben und sind damit das beste Team in dieser Rubrik – was aber auch an dem Iso-lastigen Offensivsystem liegt. Weniger Pässe bedeuten automatisch weniger Turnovers.

Sollten Jaleen Smith und Jordan Hull, einer der besten Shooter der Liga-Geschichte, ihre beste Leistung abrufen können, kann es für Ludwigsburg zum großen Wurf reichen.

3 FC Bayern Basketball

Wo geht die Saison von Bayern München hin? Von der Qualität im Kader ist der dreimalige BBL-Meister über jeden Zweifel erhaben.

Aber das unglückliche Aus im Viertelfinale der EuroLeague gegen Mailand scheint dem Team von Andrea Trinchieri einen kleinen Knacks gegeben zu haben. Danach setzte es in den beiden verbleibenden Hauptrundenspielen zwei Niederlagen. Überhaupt ist die Bilanz mit lediglich vier Siegen in den letzten zehn BBL-Spielen durchwachsen.

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Allerdings haben sie mit dem Pokalsieg gegen ALBA Berlin bewiesen, dass man sie nie abschreiben darf. Gerade die Leistung von Paul Zipser – trotz seinem Foul-Aus im Schlussviertel – zeigt, dass die Routiniers im roten Trikot in der entscheidenden Phase immer bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Dazu haben sie in Vladimir Lucic einen echten Leader im Team, der von den Bayern-Fans erst kürzlich zum Spieler des Jahrzehnts gewählt wurde.

Ja, Bayern schwächelte nach dem EuroLeague-Aus, aber mit dem Pokaltriumph dürften sie nun heiß auf das Double sein.

4 ratiopharm Ulm

Die Hauptrunde beendeten die Ulmer nur auf Rang sechs, aber mit neun Siegen in Folge zum Abschluss sind sie momentan das heißeste Team der BBL.

Großer Pluspunkt im Spiel der Ulmer: Mit ihren aggressiven Drives zum Korb geht das Team von Trainer Jaka Lakovic 23,4-ml pro Spiel an die Freiwurflinie – nur die Löwen aus Braunschweig bekommen mehr Freiwürfe (23,7). Dazu sind die Ulmer mit 84,4 Prozent das treffsicherste Team von der Freiwurflinie.

Dazu besitzen die Ulmer dank der Neuzugänge von Dylan Osetkowski und Thomas Klepeisz eine enorme Tiefe in der Rotation. Mit ALBA Berlin konkurrieren sie wahrscheinlich um die beste deutsche Rotation der Liga.

Allerdings steht sich das Team mit seiner Schwäche beim Offensivrebound oft selbst im Weg. Kein Team holte sich weniger zweite Chancen als Ulm.

Die Ulmer können für jeden ein unangenehmer Gegner werden, wie das Pokal-Halbfinale gegen die Bayern gezeigt hat. Aber das Finale scheint weg.

5 EWE Baskets Oldenburg

Überraschung! Oldenburg stellt die beste Offensive der Liga. Mit 92,3 Zählern pro Spiel knacken die Niedersachsen als einziges Team die 90-Punkte-Grenze.

Das ist insoweit überraschend, weil Trainer Mladen Drijencic im Vergleich zur Vorsaison einige Veränderungen vorgenommen hat. Es wird weniger Post-up gespielt, dafür gibt es öfters ein Pick-and-Roll zu sehen. Der Erfolg gibt ihm recht.

Dazu haben sie eine starke Zehn-Mann-Rotation, die wegen der fehlenden internationalen Belastung frisch in die Playoffs starten dürfte.

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Wo Licht ist, ist aber auch Schatten. Der offensiven Topleistung steht eine eklatante Defensivschwäche gegenüber. Im Defensiv-Rating ist von den Playoff-Teams nur Brose Bamberg schwächer (112,0 zu 112,6). Immerhin gehören sie mit 24,3 Defensivrebounds pro Spiel zu den Topklubs der BBL.

Ein Weiterkommen gegen Ulm ist durchaus im Bereich des Möglichen. Aber es könnten auch kurze Playoffs werden für die Oldenburger.

6 HAKRO Merlins Crailsheim

Bei den Merlins kommt man an Trae Bell-Haynes und Bogdan Radosavljevic nicht vorbei. Sie sind eines der besten Pick-and-Roll-Duos der Liga. Egal, ob Bell-Haynes mit seinen Drives zum Korb oder Radosavljevic mit seiner Passfertigkeit und zuverlässigen Dreierquote – die beiden können jeder Defensive der Liga gefährlich werden.

Allerdings muss Bell-Haynes viel Verantwortung in der Offensive übernehmen. Die fehlende Entlastung des Guards könnte zum Problem werden in den Playoffs. Vor allem das verletzungsbedingte Saisonaus von Tim Coleman dürfte den Crailsheimern hier großes Kopfzerbrechen bereiten.

Im Viertelfinale gegen den FC Bayern Basketball dürfte es schwer werden für die Crailsheimer. Zwar haben sie mit dem Sieg in München bewiesen, dass sie in einem Spiel mit den Münchnern mithalten können. In einer Serie über fünf Spiele sollte sich die Qualität der Münchner aber durchsetzen.

7 Hamburg Towers

Das Prunkstück der Hamburger ist auf jeden Fall die Defensive. Knapp 17 Turnovers provozierten sie in der Hauptrunde pro Spiel – damit liegen sie sogar noch knapp vor den starken Ludwigsburgern.

In der Offensive überzeugen die Norddeutschen durch Ausgeglichenheit. Gleich fünf Spieler punkteten in der Hauptrunde zweistellig pro Spiel. Das macht es jeder Defense schwer.

Trotzdem lastet viel Verantwortung auf Maik Kotsar. Der junge Center aus Estland führt die teaminterne Scorerliste mit 15,3 Zählern an. Auch als die Towers viel Verletzungspech auf den großen Positionen hatten, hat er das Spiel getragen.

Allerdings ist Kotsar erst 24 Jahre. Es stellt sich die Frage, ob er in diesem Alter schon in der Lage ist, sein Team durch die Playoffs zu tragen.

Realistisch betrachtet dürften die Towers im Viertelfinale gegen ALBA Berlin keine Chance haben. Ein Sweep sollte es nicht werden, aber ein Halbfinaleinzug wäre doch eine große Überraschung.

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8 Brose Bamberg

Der ehemalige Serienmeister ist grade so in die Playoffs gerutscht. Gerade einmal zwei Punkte mehr als der Neuntplatzierte Basketball Löwen Braunschweig gab am Ende den Ausschlag. Auf die Hamburg Towers (Rang sieben) fehlten hingegen ganze acht Punkte.

Auf den ersten Blick ist man geneigt, den Bambergern daher nicht allzu viel in den Playoffs zuzutrauen. Allerdings hat das Team in der Champions League gezeigt, dass Qualität vorhanden ist.

In der ersten Gruppenphase setzte man sich in der Gruppe F mit sechs Siegen souverän durch und auch in der zweiten Gruppenphase wusste man trotz des Ausscheidens zu überzeugen.

Daher stellt sich die Frage, wann sie diese Leistungen auch mal in der BBL abrufen. Ein echter Teamleader wäre dafür wohl wichtig. Devon Hall hätte das Potenzial dazu, lässt aber in der Crunchtime in der BBL noch zu oft Konstanz vermissen.

Das Talent ist in der Mannschaft vorhanden, in diesem Jahr kommen die Playoffs aber noch zu früh. Nach dem Viertelfinale wird gegen Ludwigsburg höchstwahrscheinlich das Aus stehen.

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