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Pilotprogramm: Bank of Korea macht mit digitaler Währung ernst

Redaktion
Bank of Korea

Die südkoreanische Notenbank, Bank of Korea, hat heute, am 6. April, bekanntgegeben, dass sie ein Pilotprogram zur Erforschung von digitalen Zentralbankwährungen startet.

Wie jede größere Notenbank beschäftigt sich auch die Bank of Korea mit der Option eine digitale Zentralbankwährung – Central Bank Digital Currency (CBDC) – herauszugeben. Dazu hat sie letzten Monat ein Pilotprogramm gestartet, um Chancen und Risiken eines digitalen Won besser zu evaluieren. Über 22 Monate bis zum Dezember 2021 sollen so technische und regulatorische Erfordernisse zur Herausgabe einer CBDC definiert werden.

Der zeitliche Ablaufplan sieht wie folgt aus:

  • Design und Anforderungen der CBDC (fünf Monate – bis Juli 2020)
  • Entwickeln der Technologie (fünf Monate – bis August 2020)
  • Analyse der Prozesse und weitergehende Beratung (vier Monate – bis Dezember 2020)
  • Konkrete Konstruktion und aktives Testen der CBDC (12 Monate – bis Dezember 2021)

Aktuell sieht die Bank of Korea noch keinen allzu großen Bedarf eine digitale Währung herauszugeben, zumal man im Land noch relativ häufig mit Bargeld zahlt. Dennoch dürfte die Notwendigkeit hoch sein, schnell eine CBDC herausgeben zu können. So sind auch bei anderen Notenbanken CBDC im Gespräch, um beispielsweise effektivere Hilfen in der Corona-Bekämpfung zu leisten. Schließlich kann man digitales Zentralbankgeld direkt an die Realwirtschaft weiter geben, ohne den Umweg über die Geschäftsbanken gehen zu müssen.

 

Source: BTC-ECHO

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