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Physikerin entwickelt Fusionsrakete: Reisen wir bald zum Mars?

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 1 Min.

Eine Physikerin hat eine Antriebstechnologie entwickelt, durch die eine Rakete mindestens 20 Kilometer pro Sekunde schnell fliegen könnte. Damit wäre ein bemannter Flug zum Mars möglich.

Sunrise in Mars.
Sunrise in Mars.

Der Reise zum Mars ist der Mensch offenbar einen großen Schritt näher gekommen. Die Physikerin Dr. Fatima Ebrahimi vom Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL) hat eine Antriebstechnologie entwickelt, mit der eine bemannte Raumflugmission zum 56 Millionen Kilometer von der Erde entfernte Planeten bewerkstelligt werden könnte.

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Das Konzept, das die Forscherin im Wissenschaftsmagazin Journal of Plasma Physics vorgestellt hat, sieht eine Fusionsrakete mit Plasma-Antrieb vor. Eine Simulation habe gezeigt, heißt es in dem Fachartikel, dass mit der neuen Antriebstechnologie Weltraumflug-Geschwindigkeiten von 20 bis 500 Kilometer pro Sekunde möglich wären.

Erweiterter Plasma-Antrieb

Der Plasma-Antrieb, bei dem die Rakete Plasma-Partikel ins Vakuum des Weltraums schießt und dadurch einen enormen Schub bekommt, ist nicht neu. Allerdings hat Ebrahimi das Funktionsprinzip um entscheidendes Moment erweitert. Während herkömmliche Plasma-Antriebe elektrische Felder zum Antrieb der Teilchen nutzen, fußt die neue Technologie auf dem Prinzip der magnetischen Rekonnexion. Bei dem auch als "magnetische Schleuder" bekannten physikalischen Phänomen werden große Energiemengen freigesetzt, indem sich die Struktur des Magnetfeldes abrupt ändert.

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Sollte sich der neue Plasma-Antrieb als praxistauglich erweisen, wäre ein Flug zum Mars und darüber hinaus im Prinzip möglich. Denn nicht nur würde die Geschwindigkeit einer Fusionsrakete, so Ebrahimi, die der konventionellen Booster mindestens um den Faktor 10 übersteigen. Hinzu käme, dass die so gewonnene Energie einer Rakete praktisch unbegrenzt zur Verfügung stehen würde.

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