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PFPI: Trendwende bei der Nutzung von Holzverbrennung für erneuerbare Energie in Europa

Im Anschluss an die Abstimmung des Europäischen Parlaments, um Anreize für die Verbrennung von Forstbiomasse zu beenden, fechten Nichtregierungsorganisationen die Aufnahme von Bioenergie in die nachhaltige Finanztaxonomie der EU an

BRÜSSEL, September 20, 2022--(BUSINESS WIRE)--Eine Abstimmung letzte Woche durch das Europäische Parlament bedeutet einen ersten Schritt in Richtung erheblicher neuer Beschränkungen für die Verbrennung von „primärer Holzbiomasse" (Holz, das direkt aus dem Wald stammt) als erneuerbare Energie im Rahmen der Richtlinie der EU über erneuerbare Energien (RED). Der Vorschlag des Parlaments, der nach Verhandlungen mit dem Europäischen Rat und der Kommission endgültig formuliert wird, würde die Subventionen für durch die Verbrennung der meisten Forstbiomasse zur Energieerzeugung bis 2024 beenden, Holz aus altstehenden Wäldern und Wäldern, die reich an Biodiversität sind, als erneuerbaren Brennstoff disqualifizieren und die Verbrennung von Forstbiomasse zum Erreichen der Ziele der EU für erneuerbare Energien ausschließen.

Im Anschluss an die Abstimmung hat eine Gruppe von Nichtregierungsorganisationen aus der ganzen EU Klage eingereicht, um die Aufnahme von Forstbioenergie und Forstwirtschaftsprojekten in die nachhaltige Finanztaxonomie, die neue Leitlinie der EU für nachhaltige Investitionen, zu verhindern. Zuständig für den Fall ist Baldon Avocats, mit Unterstützung von Lifescape Project und Partnership for Policy Integrity (PFPI).

Gemeinsam könnten diese Maßnahmen ein Wendepunkt für die EU sein, die Energie aus der Holzverbrennung zur Erreichung ihrer Ziele für erneuerbare Energien zulässt.

Zwar stammen nur 3 % der gesamten Energie der EU aus der Verbrennung von Forstbiomasse zur Erzeugung von Wärme und Strom, aber der Einschlag von Wäldern für Biomasse hat im letzten Jahrzehnt aufgrund der Anreize für erneuerbare Energie dramatisch zugenommen. Die Nachfrage nach Biomasse fördert den Einschlag von altstehenden Wäldern in der EU sowie auch in Ländern, die Pellets exportieren, wie die USA und Kanada. Wissenschaftler warnen, dass der Einschlag und die Verbrennung von Wäldern für Brennstoff die atmosphärische Kohlenstoffverschmutzung für Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte erhöht.

Kraftwerke, die Forstbiomasse verbrennen, erhalten derzeit einen erheblichen Anteil der 17 Milliarden Euro im Jahr, die EU-Mitgliedstaaten insgesamt in Form von Bioenergiebeihilfen zahlen.

Die zunehmende Besorgnis von Wissenschaftlern, Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit über den Schaden an Wäldern und dem Klima führten zu dem Vorschlag des Europäischen Parlaments, den Kurs in Bezug auf Forstbiomasse zu ändern. Die Taxonomiestandards für Bioenergie sind im Wesentlichen dieselben wie die Kriterien, die Bioenergie im Rahmen der RED zulassen, und haben Rufe nach einer Reform laut werden lassen. In der Rechtssache zur Taxonomie wird argumentiert, dass die Kriterien für Forstwirtschaft und Bioenergieprojekte keine Klimaabschwächung mit sich bringen und Ökosysteme nicht schützen, was wesentliche Anforderungen der Taxonomieverordnung der EU sind.

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