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Perus Parlament hebt umstrittenes Agrargesetz nach Protesten auf

·Lesedauer: 1 Min.
Demonstrierende Landarbeiter in Peru

Nach tagelangen Straßenblockaden streikender Landarbeiter hat das peruanische Parlament am Freitag (Ortszeit) ein umstrittenes Agrargesetz aufgehoben. Mit 114 Ja- und zwei Nein-Stimmen hoben die Abgeordneten in der Hauptstadt Lima das Gesetz aus dem Jahr 2000 auf. Die Landarbeiter waren fünf Tage lang für Lohnerhöhungen auf die Straße gegangen und hatten die Abschaffung des Gesetzes gefordert, das unter anderem Steuervorteile für Agrar-Exportfirmen vorsah.

Auf die Aufhebung des Gesetzes reagierten die Demonstranten mit Jubel. "Wir haben es geschafft!", riefen Protest-Teilnehmer in Ica im Süden von Lima, bevor sie ihre Straßenblockade abbauten. An dem Knotenpunkt hatten sich seit Tagen rund 2000 Lastwagen und Busse gestaut.

Am Donnerstag hatten Polizisten im Norden von Peru das Feuer auf eine Gruppe Demonstranten eröffnet. Dabei wurde ein Mensch getötet. Der Vorfall markierte die erste Krise für den amtierenden Präsidenten Francisco Sagasti, der erst vor zwei Wochen ins Amt gekommen war. Zuvor hatte der Sturz von Staatschef Martín Vizcarra das Land in eine politische Krise gestürzt und Proteste ausgelöst, bei denen mindestens zwei Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt wurden.

Vizcarra war vorgeworfen worden, sich vor seiner Amtszeit als Präsident der Korruption schuldig gemacht zu haben. Er hatte das Präsidentenamt vor zweieinhalb Jahren mit dem erklärten Ziel angetreten, die weit verbreitete Korruption in dem südamerikanischen Land zu bekämpfen. Vor einer Woche hatte er erklärt, bei der Parlamentswahl im kommenden April kandidieren zu wollen.

fwe/isd