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Personalmangel: 16 Edeka-Filialen müssen schon um 13 Uhr schließen

Weil es akut an Personal mangelte, hat sich der Kaufmann Dieter Hieber, der mit seinem Unternehmen "Hieber's Frische Center" insgesamt 16 Edeka-Märkte in Baden-Württemberg betreibt, zu einem drastischen Schritt entschieden: Alle seine Märkte schließen jeden Mittwoch bereits um 13 Uhr.

Edeka
Bei Dieter Hiebers Edeka-Märkten fehlt das Personal. (Symbolbild: Getty)

Viele Branchen müssen aktuell mit einem hohen Personalmangel kämpfen und auch Edeka-Kaufmann Dieter Hieber kennt das Problem nur zu gut. Normalerweise betreibt er 16 Filialen im Südwesten Deutschlands, in denen Kund*innen regulär von Montag bis Samstag zwischen 8 und 20 Uhr ihre Einkäufe erledigen können. Doch damit war erstmal Schluss - denn vorerst schloßen aufgrund der angespannten Personalsituation alle 16 von Hieber betriebenen Edeka-Märkte mittwochs bereits um 13 Uhr, wie die "Kreiszeitung" berichtet.

Entscheidung aus "Sorge um unsere Mitarbeiter"

Die Entscheidung habe er aus "Sorge um unsere Mitarbeiter" getroffen, wie Hieber gegenüber der "Lebensmittel Zeitung" erklärte. Seit Beginn der Corona-Pandemie habe das Personal "unter Extrembedingungen" gearbeitet, viele seien "an der Belastungsgrenze", so der Kaufmann weiter. Auch bekämen seine Mitarbeitenden den Ärger der Kund*innen aufgrund der steigenden Preise oft persönlich zu spüren, "fehlender Respekt" spiele eine immer größere Rolle.

Er ist sich sicher, dass viele der Krankheitsfälle und Ausfälle der letzten Zeit auch aufgrund der zu hohen Belastungen zu Stande gekommen seien und kurzfristig sei dies eben nur mit weniger Arbeitszeit auszugleichen gewesen.

Kommt die Vier-Tage-Woche für das Personal?

Eigentlich war nur geplant die verkürzten Öffnungszeiten bis Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg beizubehalten, demnach müssten nun wieder die regulären Öffnungszeiten gelten. Dieter Hieber denkt aber darüber nach, ob man die Arbeitszeiten im Einzelhandel "nicht grundsätzlich überdenken" müsse.

Gerade aufgrund des Schichtdiensts seien die aktuellen Arbeitsbedingungen im Supermarkt für viele nicht attraktiv, weshalb potenzielle neue Mitarbeiter*innen ausbleiben. Aus diesem Grund prüft Hieber gerade neue Konzepte, beispielsweise auch eine Vier-Tage-Woche für sein Personal. Eines ist für ihn dabei sicher: Individuellere Arbeitszeitmodelle werden auch im Lebensmitteleinzelhandel dringend gebraucht.

Im Video: Gibt es bei Edeka bald keine Coca-Cola mehr?