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Personaldienstleister Amadeus Fire rechnet mit sehr schwachem zweiten Quartal

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Personaldienstleister Amadeus Fire <DE0005093108> rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie mit starken Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Nach Zuwächsen im ersten Quartal erwarte der Vorstand ein sehr schwaches zweites Quartal, teilte das SDax <DE0009653386>-Unternehmen am Montag in Frankfurt mit. Sollte es eine Erholung in naher Zukunft geben und sich die Nachfragesituation verbessern, dürfte auch Amadeus Fire in der zweiten Jahreshälfte davon profitieren. Allerdings geht der Vorstand derzeit nicht davon aus, dass das Unternehmen im Verlauf des zweiten Halbjahres wieder an das Vorjahresniveau anschließen kann. Mit steigenden Umsätzen und Ergebnissen rechnet das Unternehmen nur für das Geschäft der geförderten Weiterbildung von Comcave.

Die Corona-Pandemie, die sich bereits im März auf nahezu alle Wirtschaftszweige in Deutschland ausgewirkt habe, führe zu einer konjunkturellen Abschwächung, einem deutlichen Nachfragerückgang und erheblichen Unsicherheiten der Unternehmen in Deutschland. Daher setze der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt die Ergebnisprognose für 2020 aus, hieß es weiter. Der Vorstand werde die Lage neu bewerten, sobald ihm belastbare Informationen vorliegen würden. Bereits Ende März hatte das Unternehmen vor Folgen der Pandemie gewarnt und die Dividende gestrichen.

Der Umsatz legte im ersten Quartal im Jahresvergleich dank der jüngsten Übernahme der Comcave Holding GmbH um rund 38 Prozent auf gut 76 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) stieg um fast ein Fünftel auf 10,6 Millionen Euro. Der Gewinn ging von 6 auf 5 Millionen Euro zurück.