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Per PayPal Geld falsch überwiesen – was nun?

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin

Schnell und sicher: Viele Verbraucher bezahlen beim Einkaufen im Internet mit PayPal. Auch private Überweisungen lassen sich über den Bezahldienst abwickeln. Passieren dabei Fehler, ist das aber nicht immer abgesichert.

Das PayPal Logo auf dem Gebäude in Berlin. (Bild: REUTERS/Fabrizio Bensch)

Mehr als 277 Millionen aktive Nutzer hat PayPal nach eigenen Angaben weltweit. Die können über den Online-Bezahldienst in über 100 Währungen bezahlen. Gerade beim Einkaufen im Internet ist PayPal bei Verbrauchern beliebt, da über den Dienst getätigte Zahlungen sofort beim Empfänger ankommen. So entfallen Wartezeiten wie bei Überweisungen und Händler können die Ware sofort versenden.

Außerdem gewährt der Dienst Kunden einen Käuferschutz. Kommen Bestellungen nicht an oder kommt es zu Konflikten, ist eine Rückerstattung über den Dienst möglich.

Zahlungen genau prüfen

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn Zahlungen oder Überweisungen nicht über eine Händler-Seite, sondern über PayPal direkt getätigt werden. Denn dann müssen die Empfängerdaten unter „Geld senden“ vom Kontoinhaber eingegeben werden.

Als Empfängeradresse reicht eine gültige E-Mail. Bei der Eingabe sollten Nutzer aber gut aufpassen. Denn wer sich vertippt, kann die Zahlung nicht immer stornieren.

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Stornieren – so geht‘s

Um eine Zahlung rückgängig zu machen, wählen Sie unter „Aktivitäten“ die entsprechende Überweisung aus und klicken dann auf die Schaltfläche „Stornieren“.

Existiert die eingegebene E-Mail-Adresse nicht, ist ein Storno immer möglich und das Geld wird von PayPal zurücküberwiesen. Das kann jedoch bis zu acht Werktage dauern.

Ist die „falsch eingegebene E-Mail“ jedoch gültig, heißt es schnell sein. Ein Storno ist meist nur wenige Minuten möglich. Ist der Bezahlvorgang schon komplett abgeschlossen, ist über PayPal direkt nichts mehr zu machen.

„Das ist vergleichbar mit einer Überweisung, bei der sich ein Zahlendreher in der Kontonummer eingeschlichen hat. In diesem Fall kannst du nur auf die Kulanz des Empfängers hoffen“, so die Auskunft eines Service-Mitarbeiters im Hilfe-Forum von PayPal.

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Dann handelt es sich um eine privatrechtliche Sache und es bleibt nur, sich direkt per E-Mail an den Empfänger zu wenden. „Wenn dieser Empfänger, dem Sie ja eine erklärende und entschuldigende E-Mail schicken sollten, sich aber tot stellt, hilft  eventuell vorher eine polizeiliche Anzeige und nachher nur juristischer Beistand“, so ein PayPal-Mitarbeiter im Forum.

Tipp: Um Zahlen- und Buchstabendreher bei Überweisungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Empfängeradresse in das dafür vorgesehene Feld zu kopieren, statt sie von Hand einzutippen.

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