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Pentagon-Chef warnt vor Sicherheitsrisiken durch Klimawandel

·Lesedauer: 1 Min.

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat eindringlich vor den globalen Sicherheitsrisiken durch den Klimawandel gewarnt. "Der Klimawandel macht die Welt unsicherer und wir müssen handeln", sagte Austin am Donnerstag bei dem von US-Präsident Joe Biden einberufenen Klimagipfel. "Die Klimakrise ist eine zutiefst destabilisierende Kraft für unsere Welt." Austin fügte hinzu: "Heute kann keine Nation dauerhafte Sicherheit finden, ohne sich mit der Klimakrise auseinanderzusetzen. In unserem Beruf sind wir mit allen möglichen Bedrohungen konfrontiert, aber nur wenige von ihnen verdienen es wirklich, als existenziell bezeichnet zu werden." Auf die Klimakrise treffe eine solche Bezeichnung aber zu.

Austin verwies auf das schmelzende Eis in der Arktis und den zunehmenden Wettbewerb um Ressourcen und Einfluss in der Region. In Afrika und Zentralamerika wiederum würden Millionen Menschen wegen steigenden Temperaturen und Wetterextremen von Dürre, Hunger und Vertreibung bedroht, sagte er. Im Pazifik gefährdeten der steigende Meeresspiegel und häufigere und stärkere Stürme die Menschen. "Während Familien auf der Suche nach Sicherheit ihr Leben riskieren, macht die Massenmigration sie anfällig für Ausbeutung und Radikalisierung, was alles die Stabilität untergräbt."

Der Klimaschutz erschwere auch die Aufgabe der Streitkräfte, betonte Austin. In den USA und auf der ganzen Welt habe die Klimakrise "erhebliche Schäden verursacht und Menschen in Gefahr gebracht, was es uns erschwert, unseren Auftrag zur Verteidigung der Vereinigten Staaten und unserer Verbündeten zu erfüllen".

Biden hatte 40 Staats- und Regierungschefs zu dem zweitägigen Online-Klimagipfel eingeladen. Das Treffen soll die Dringlichkeit und den wirtschaftlichen Nutzen von stärkeren Klimaschutzmaßnahmen auf dem Weg zur Klimakonferenz der Vereinten Nationen im November in Glasgow unterstreichen.