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Passives Einkommen: Grenzen, Risiken, Nachteile

·Lesedauer: 3 Min.
Reichtum und Geldregen
Reichtum und Geldregen

Passives Einkommen kann ein gutes Ziel für viele Investoren sein. Im Ruhestand oder für die finanzielle Freiheit vorzusorgen fußt sehr häufig auf einem Ansatz, der auf Einkommen basiert. Schließlich muss man als Sparer und Investor sein Erwerbseinkommen ja irgendwie ausgleichen.

Allerdings gibt es gewisse Grenzen, Risiken und Nachteile bei einem Ansatz, der auf passivem Einkommen basiert. Lass uns heute einmal alle drei Faktoren würdigen. Es heißt nicht, dass du nicht auf diese Art und Weise investieren solltest. Wohl aber, dass du die Dinge kennen und bedenken solltest.

Passives Einkommen: Ein paar Grenzen!

Passives Einkommen hat natürlich gewisse Grenzen. Das heißt nicht, dass dieser Ansatz vom Grundsatz her limitiert ist. Wobei: Auch das stimmt irgendwo. Nachhaltige Dividenden oder Einkünfte aus ETFs zu beziehen besitzt die Nachhaltigkeit als Limit. Wer über eine Entnahme oder Dividendenrendite von 4 % geht, riskiert, früher oder später auf dem Trockenen zu sitzen.

Das ist jedoch nicht alles: Auch die Rendite ist in gewisser Weise limitiert. Dadurch, dass man häufig den breiten Markt oder konservative Dividendenaktien kauft, leidet manchmal die Gesamtrendite. Andere Ansätze, beispielsweise Wachstumsaktien, könnten langfristig orientiert höhere Renditen generieren, sind aber nicht unbedingt geeignet, Einkünfte zu generieren.

Wer daher auf passives Einkommen setzt, sollte die Grenzen der Rendite kennen. Sowie außerdem würdigen, dass die eigene Aktienauswahl insgesamt limitiert ist. Man begrenzt sich doch sehr häufig auf ausschüttende Aktien und lässt viele andere Chancen ungenutzt verstreichen.

Risiko: Falscher Fokus

Passives Einkommen hat häufig vor allem ein Risiko: Dass man als Investor mit einem falschen Fokus investiert. Im Endeffekt führt ein Ansatz, der auf Einkünften basiert, sehr schnell dazu, eine Dividende hoch zu bewerten. Oder die Vergangenheit und eine starke Dividendenhistorie in den Fokus zu rücken. Natürlich können auch das interessante Indikatoren sein. Es geht jedoch um mehr.

Auch dieses Investieren ist schließlich unternehmensorientiert. Das heißt, als Investor sollte man tunlichst darauf achten, in starke Aktien zu investieren, die auch in Zukunft spannende und zeitlose Geschäftsmodelle besitzen. Eine Basis für jeden Erfolg, auch wenn es um Einkünfte geht.

Zudem besteht das Risiko, dass man beim passiven Einkommen eine hohe Dividende grundsätzlich für attraktiver befindet als eine niedrigere mit Wachstum. Das könnte nicht nur zu einer schwächeren Rendite führen. Nein, sondern auch zu einer durchwachsenen Gesamtrendite, wenn das Risiko zu groß ist und die Dividende gekürzt wird. Faktoren, die man ebenfalls als Investor würdigen sollte.

Passives Einkommen: Nachteile ebenfalls vorhanden!

Zu guter Letzt gibt es natürlich auch Nachteile, die ein passives Einkommen mit sich bringt. Natürlich nicht für dich, wenn dein Ziel stetige Einkommensströme sind. Wohl aber, wenn wir auch an dieser Stelle den Ansatz mit anderen vergleichen.

Ein Nachteil ist beispielsweise die Steuer. Eine Dividendenaktie mit ihrer Ausschüttung wird direkt versteuert. Das wiederum kann den Zins- und Zinseszinseffekt beim Vermögensaufbau ausbremsen. Zudem nehmen Dividenden den Unternehmen finanziellen Spielraum zum Investieren. Wenn sie eine hohe Auszahlung leisten, spricht das außerdem dafür, dass die Investitionsmöglichkeiten begrenzt sind. Und damit auch die Rendite.

Es ist daher eigentlich wie so häufig: Ein passives Einkommen ist ein Kompromiss. Ob einer, auf den du zwangsläufig setzen möchtest? Es könnte gute Gründe geben. Aber man sollte als Investor vielleicht auch offen für andere Vorgehensweisen sein.

Der Artikel Passives Einkommen: Grenzen, Risiken, Nachteile ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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