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Paris fordert Initiative gegen starken Euro

Brüssel (dapd). Frankreich pocht auf eine gemeinsame Initiative der Euroländer gegen den starken Euro. "Wir brauchen einen koordinierten Ansatz, um für einen stabilen Wechselkurs einzutreten, insbesondere im Rahmen der G-20", sagte Finanzminister Pierre Moscovici am Montag vor Beratungen mit seinen Euro-Kollegen in Brüssel.

Zwar gebe es gute Gründe für die starke Aufwertung des Euro in den vergangenen Monaten - das Vertrauen der Anleger sei zurückgekehrt. Eine Rolle spielten aber auch "aggressivere Praktiken von einigen unserer Partner". Damit spielte Moscovici auf Vorwürfe etwa gegen China an, seine Währung künstlich niedrig zu halten und so seine Exportchancen unfair zu steigern.

Der Wechselkurs werde vermutlich bei dem Treffen am Nachmittag eine Rolle spielen, sagte der neue Eurogruppenchef Jeroem Dijsselbloem in Brüssel.

Deutschland lehnt jede politische Einflussnahme auf die Geldpolitik bisher vehement ab. Das Bundeswirtschaftsministerium bekräftigte die Position am Montag in seinem Monatsbericht. Darin heißt es: "Maßnahmen, die auf die Schwächung der Währung abzielen, können keinen Beitrag zur dauerhaften Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit leisten." Zudem würde dadurch das Vertrauen in die Reformbereitschaft der Euro-Länder beeinträchtigt. "Die Europäische Zentralbank muss in ihrer Geldpolitik unabhängig bleiben", schreiben die Experten von Wirtschaftsminister Philipp Röser (FDP), denn "primäres Ziel der Geldpolitik ist die Sicherung der Preisniveaustabilität".

dapd

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