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Papierverband fordert Reaktivierung fossiler Energieträger

BERLIN (dpa-AFX) -Die besonders energieintensive Papierindustrie fordert eine Rückkehr zu mehr fossilen Energieträgern: "Deutschland benötigt dringend mehr grundlastfähige Stromerzeugungskapazitäten am Strommarkt, die unabhängig von russischen Energieimporten sind", heißt es in einem Positionspapier, das der Branchenverband am Mittwoch veröffentlicht hat. "Dies bedeutet, dass insbesondere die stillgelegten Braun- und Steinkohle-Kraftwerke schnellstmöglich wieder ans Netz gehen müssen." Auch die im vergangenen Jahr abgeschalteten und die noch laufenden drei Atomkraftwerke sollen laut den Papierproduzenten zufolge reaktiviert beziehungsweise als Brückentechnologie länger am Netz bleiben. "Ihr Betrieb stützt die Grundlast, erhöht die Versorgungssicherheit und wirkt preisdämpfend."

Energieintensive Branchen, zu denen die Papierindustrie gehört, kämpfen derzeit besonders mit den hohen Energiekosten. Die Bundesregierung unterstützt diese Unternehmen mit dem sogenannten Spitzenausgleich. Erst vor wenigen Wochen hat sie diesen bis Ende 2023 verlängert. Rund 1,7 Milliarden Euro sollen auf diese Weise als Hilfe an die Unternehmen fließen. Die Papierindustrie fordert in ihrem Positionspapier hingegen eine Verlängerung des Ausgleichs um mindestens zwei Jahre.