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Pandemiewelle zieht weiter durch Europa - neue Restriktionen

·Lesedauer: 3 Min.

Mehr als eine Million Corona-Ansteckungen in Frankreich, Beschränkungen für die Einreise von Deutschland nach Dänemark: Das Coronavirus hält Europa weiter fest im Griff. In der Slowakei hat es nun auch einen bekannten Corona-Leugner erwischt.

Kurz vor Beginn der Ausgangssperre in Paris schließt das Restaurant - die Corona-Zahlen sind weiter hoch.
Kurz vor Beginn der Ausgangssperre in Paris schließt das Restaurant - die Corona-Zahlen sind weiter hoch.

Berlin (dpa) - Die sich weiter zuspitzende Lage in der Corona-Pandemie hat weitere Einschränkungen des Alltagslebens in mehreren europäischen Ländern zur Folge.

Seit Samstag gilt die Ausgangssperre in Frankreich in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. Damit sind nun 46 Millionen Menschen beziehungsweise zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner Frankreichs von der Anti-Corona-Maßnahme betroffen. Die Einreise von Deutschland nach Dänemark ist seit Mitternacht nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Und in Lettland dürfen bei Veranstaltungen in Räumen nur noch maximal zehn Personen zusammenkommen.

Ausgangsbeschränkungen in Frankreich

Die Ausgangsbeschränkung in Frankreich gilt jeden Tag zwischen 21.00 Uhr abends und 6.00 Uhr morgens. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen in dieser Zeit nicht auf der Straße aufhalten. Neu ist die Ausgangssperre unter anderem im Département Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Straßburg und auf Korsika. Außerdem ist fast die gesamte Mittelmeerküste betroffen. Im Großraum Paris und in acht weiteren Metropolen ist die Ausgangssperre bereits seit einer Woche in Kraft.

Polens Präsident positiv auf Corona getestet

Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen - erst am Freitag gab es mit 42.032 Neuinfektionen binnen 24 Stunden wieder einen Rekord. Die Zahl der seit Pandemiebeginn registrierten Corona-Ansteckungen überschritt damit die Millionen-Marke. Im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus starben bisher mehr als 34.500 Menschen.

Seit einer Woche gilt erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten gab es in Frankreich in den vergangenen 14 Tagen 488,6 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner. Für Deutschland liegt dieser Wert bei 106,8 (jeweils Stand 23.10.).

Dänemark erklärt Deutschland zum Risikogebiet

Dänemark hat Deutschland aufgrund der Infektionslage zum Risikoland erklärt. Die Einreise von Deutschland in das Nachbarland im Norden ist daher seit Mitternacht nur noch eingeschränkt möglich. Das bedeutet, dass nur noch einreisen kann, wer etwa Verwandte besuchen möchte, ein Vorstellungsgespräch hat oder zu einer Beerdigung möchte. Auch Berufspendler und Studenten dürfen weiter einreisen. Ausnahmen gelten zudem für die Bewohner Schleswig-Holsteins und für Besitzer eines Ferienhauses im Nachbarland. In Dänemark wurden in den vergangenen 14 Tagen 113,8 Ansteckungen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner (Stand 23.10.) verzeichnet.

Dieses Wochenende ist die Zeitumstellung

In der Slowakei haben sich mehrere Abgeordnete mit dem Coronavirus angesteckt. Parlamentspräsident Boris Kollar brach am Freitag eine laufende Sitzung ab und organisierte Corona-Schnelltests für alle anwesenden Abgeordneten. Wie der TV-Nachrichtensender TA3 berichtete, fielen einige der Schnelltests positiv aus. Zuvor hatte der Chef der rechtsextremen Volkspartei Unsere Slowakei LSNS, Marian Kotleba, seinen positiven Befund öffentlich gemacht. Vor seiner eigenen Infektion hatte er die Pandemie in digitalen Medien wiederholt als «Erfindung» bezeichnet, die zur Unterdrückung der Bürger diene.

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