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Pandemie und Fischerei im Mittelpunkt von WTO-Ministerkonferenz

GENF (dpa-AFX) - Die 164 Mitgliedsländer der Welthandelsorganisation (WTO) verhandeln ab Sonntag in Genf über kontroverse Themen wie schädliche Fischerei-Subventionen und eine Patentaussetzung bei Corona-Medikamente. Ob die Handelsminister sich bis zum Abschluss der Konferenz am Mittwoch auf Abkommen einigen können, war völlig unklar.

Hinzu kommt, dass der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine mit den verheerenden Folgen im Rohstoff- und Agrarhandel das Treffen überschattet. Die Handelsminister sollen Lösungen gegen die Preissteigerungen unter anderem für Öl, Gas und Lebensmittel finden.

Mehr als 100 WTO-Länder verlangen das Aussetzen von Patenten auf Corona-Mittel, damit sie in die Produktion einsteigen können. Pharmafirmen und etwa die EU sind dagegen. Es liegt ein Kompromiss mit hohen Auflagen für Entwicklungsländer vor, den Zivilgesellschaftsgruppen aber als unannehmbar bezeichnen.

Bei dem geplanten Stopp schädlicher Fischerei-Subventionen verlangen Entwicklungsländer Ausnahmen und lange Übergangsfristen. Die Industrieländer seien vor allem für die Überfischung verantwortlich, sagen sie. Dass China mit seiner riesigen Hochseeflotte als Entwicklungsland in der WTO ist, kritisieren vor allem die USA und andere westliche Länder. Peking sagt, es wolle Sonderrechte nur "im Einklang mit seinem Stand der Entwicklung" beanspruchen.

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