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Pandemie erhöht bei deutschen Fertigungsunternehmen den Wettbewerbsdruck und die Dringlichkeit der digitalen Transformation

·Lesedauer: 6 Min.

Laut ISG Provider Lens™-Studie beschleunigen unterbrochene Lieferketten, ein bedrohter internationaler Handel und der wachsende Bedarf an Vor-Ort-Produktion die digitale Entwicklung von Unternehmen

Die COVID-19-Pandemie hat die Lieferketten deutscher Industriefertiger stark beeinträchtigt und dadurch den Druck erhöht, deren Produktion zu virtualisieren und kundennäher zu gestalten. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die heute von der Information Services Group (ISG) (Nasdaq: III), einem führenden globalen Marktforschungs- und Beratungsunternehmen im Technologie-Segment, veröffentlicht wurde.

Die Studie „ISG Provider Lens™ Manufacturing Industry Services Report Germany 2020" meldet, dass sich die Fertigungsindustrie des Landes, die schon vor der Pandemie auf dem Weg der digitalen Transformation war, nun mit neuen Herausforderungen im Wettbewerb konfrontiert sieht. Dazu gehören unter anderem die Fähigkeiten, schnell ändernde Kundenanforderungen zu erkennen und darauf zu reagieren sowie Produkte in Form von Dienstleistungen anzubieten. Die Ereignisse der letzten zwölf Monate haben den Trend zur Digitalisierung weiter beschleunigt.

„Die deutsche Fertigungsindustrie hatte sich bereits rasant gewandelt und digitalisiert, bevor die Pandemie die Produktions- und Lieferketten auf den Kopf gestellt hat", sagte Christian Decker, ISG-Partner in Deutschland und Leiter Smart Manufacturing für die EMEA-Region. „Die Krise hat nur beschleunigt, was bei zukunftsorientierten deutschen Unternehmen bereits Trend war."

Die globalen Auswirkungen von COVID-19 trafen das deutsche verarbeitende Gewerbe hart und machten deutlich, wie wichtig ein effizientes globales Logistiknetzwerk ist, heißt es in der Studie. Die Auswirkungen der Pandemie verstärkten andere Treiber für mehr Virtualisierung und Regionalisierung der Fertigung zusätzlich. Dazu gehören drohende internationale Handelsbarrieren und der Brexit. Das Vereinigte Königreich ist neben den USA und China einer der wichtigsten Absatzmärkte Deutschlands.

Die Krise zwang die deutschen Industriefertiger außerdem, ihre Prioritäten kurzfristig zu ändern und in einigen Fällen neue Produktionslinien für Produkte aufzubauen, die zur Bekämpfung von COVID-19 benötigt werden, darunter Impfstoffe, Masken und mobile Krankenhäuser, so ISG. An diesen Bemühungen haben sich fast alle großen deutschen Industrieunternehmen und viele mittelständische Betriebe beteiligt.

Aber auch andere globale Trends haben die Digitalisierungsbemühungen in Deutschland beschleunigt. Das Aufkommen von IT-gestützten Automobiltechnologien wie Hybridsysteme, Infotainment-Plattformen und Elektroantriebe, die von deutschen Automobilherstellern intensiv vorangetrieben werden, erhöhen den Wertanteil digitaler Komponenten in Fahrzeugen. Dies verschafft Serviceanbietern im Bereich Digital Engineering die Chance, Dienstleistungen anzubieten, die für OEMs und Tier-One-Zulieferer relevant sind, so die Studie weiter. Die deutsche Automobilindustrie untersucht derzeit auch, wie sie bei den aufkommenden Shared-Mobility-Technologien wettbewerbsfähig sein kann, was die Nachfrage nach softwaregestützten Dienstleistungen erhöhen wird.

Ebenso wie in anderen Regionen reagieren auch die deutschen Hersteller auf die sich ändernden Kundenwünsche, die sich beschleunigenden Produktzyklen und die abnehmende Bindung zu einzelnen Produkten, indem sie Produkte zunehmend als Dienstleistung bereitstellen, so ISG. Dies verlangt von den Unternehmen eine schnellere Erfassung und Auswertung von Kundendaten, wofür deutsche Unternehmen – vor allem mittelständische Betriebe – bereit erste Analytiklösungen einsetzen.

Laut der Studie prüfen deutsche Unternehmen auch die neuen Vernetzungsmöglichkeiten, die mit der 5G-Mobilfunktechnologie und ihrem höheren Durchsatz, ihren niedrigeren Latenzzeiten und der Unterstützung Tausender Geräte an einem Standort verfügbar werden. So erproben deutsche Hersteller etwa Anwendungsszenarien wie die parallele Vernetzung von Robotern, die bisher nicht miteinander interagieren konnten.

Die Studie „ISG Provider Lens™ Manufacturing Industry Services Report Germany 2020" bewertet die Fähigkeiten von 78 Anbietern in fünf Quadranten: „Smart Manufacturing Services – Automotive", „Smart Manufacturing Services – Hi-Tech", „Production Automation Solutions", „Manufacturing Virtualization Solutions" und „OT Security Solutions".

In der Studie werden ABB, Capgemini (Altran), HCL, IBM, LTTS, Siemens, Tech Mahindra und Wipro als in zwei Quadranten als „Leader" genannt. Atos, Bertrandt, Bosch, Claroty, Dassault Systèmes, DXC Technology (Luxoft), eInfoChips, Empolis, FORCAM, Forescout, Gefasoft, Indegy (Tenable), Infosys, MPDV, Nozomi Networks, NTT DATA, PTC, Qualys, Rockwell Automation, SAP, SCADAfence, Schneider Electric und UST werden in je einem Quadranten als „Leader" genannt.

Darüber hinaus werden Cognizant und iBASEt in jeweils einem Quadranten als „Rising Stars" bezeichnet – nach Definition von ISG Unternehmen mit „vielversprechendem Portfolio" und „hohem Zukunftspotenzial".

Eine überarbeitete Version der Studie ist bei FORCAM erhältlich.

Die Studie „ISG Provider Lens™ Manufacturing Industry Services Report Germany 2020" ist für Abonnenten oder zum einmaligen Kauf auf dieser Webseite erhältlich.

Über ISG Provider Lens™

Die Studienreihe ISG Provider Lens™ Quadrant ist der einzige Anbietervergleich seiner Art, der empirische, datengestützte Forschungs- und Marktanalysen mit praxisbasierten Erfahrungen und Beobachtungen des global agierenden Beratungsteams von ISG kombiniert. Unternehmen erhalten eine Fülle detaillierter Daten und Marktanalysen, die ihnen die Auswahl geeigneter Sourcing-Partner erleichtern. Die ISG-Berater wiederum nutzen die Studien, um ihre eigenen Marktkenntnisse zu überprüfen und ISG-Geschäftskunden zu beraten. Die Studie untersucht derzeit Anbieter, die ihre Dienstleistungen weltweit anbieten, in Europa sowie in den USA, Deutschland, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Skandinavien, Brasilien und Australien/Neuseeland. Weitere Märkte werden in Zukunft hinzukommen. Weitere Informationen zur Marktforschung ISG Provider Lens finden Sie auf dieser Webseite.

Eine begleitende Studienreihe, die ISG Provider Lens Archetype Reports, bewertet als erste ihrer Art Anbieter aus der Sicht bestimmter Kundensegmente.

Über ISG

ISG (Information Services Group) (Nasdaq: III) ist ein führendes, globales Marktforschungs- und Beratungsunternehmen im Technologie-Segment. Als zuverlässiger Geschäftspartner für über 700 Kunden, darunter mehr als 75 der 100 weltweit größten Unternehmen, unterstützt ISG Unternehmen, öffentliche Organisationen sowie Service- und Technologie-Anbieter dabei, operative Exzellenz und schnelleres Wachstum zu erzielen. Der Fokus des Unternehmens liegt auf Services im Kontext der digitalen Transformation, unter anderem in den Bereichen Automatisierung, Cloud- und Daten-Analytik, Sourcing-Beratung, Managed Governance und Risiko-Services, Services für Netzwerk-Betreibergesellschaften, Strategie- und Betriebsdesign, Veränderungsmanagement, Marktforschung sowie Technologieforschung und -analyse. 2006 gegründet, beschäftigt ISG mit Sitz in Stamford, Connecticut, heute über 1.300 digitalaffine Experten in mehr als 20 Ländern. Das globale Team von ISG ist bekannt für sein innovatives Denken, seinen Markteinfluss, seine tiefgehende Branchen- und Technologie-Expertise sowie seine weltweit führenden Marktforschungs- und Analysefähigkeiten, die auf den umfangreichsten Marktdaten der Branche basieren. Weitere Informationen finden Sie unter www.isg-one.com.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Originalversion auf businesswire.com ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20210211005116/de/

Contacts

Philipp Jaensch, ISG
+49 151 730 365 76
philipp.jaensch@isg-one.com

Matthias Longo, Palmer Hargreaves für ISG
+49 152 341 464 63
mlongo@palmerhargreaves.com