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Pandemie: Corona-Krise in Berlin: Sind Parks die neuen Clubs?

Berlin. Plötzlich ist die Musik weg. Gerade liefen noch Discobeats, jetzt ruft es vom DJ-Pult: „Wir haben Corona, Leute! Abstand oder Masken!“. Und tatsächlich rühren sich die Tanzenden und lassen etwas mehr Platz. Die Musik läuft weiter. Es ist Mitternacht im Berliner Volkspark Hasenheide. Unter einem Baum auf einer Wiese haben sich Dutzende Menschen versammelt, um die Veröffentlichung eines Musikalbums zu feiern. Für die Musik sorgt DJ Himself. Die Gruppe hat alles mitgebracht, was es braucht: Eine Musikanlage plus Generator, bunte Lichter und eine Diskokugel.

Corona in Berlin: Noch unklar, wann Clubs wieder öffnen

Als die Corona-Pandemie im März Deutschland erreichte, waren die Clubs die ersten, die ihre Türen schlossen. Sogar in Berlin, das sich vor Corona damit rühmte, nie zu schlafen, herrscht seitdem Ruhe. Wann es wieder losgeht, ist ungewiss. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dämpfte zuletzt die Hoffnungen auf eine baldige Öffnung und zog Kritik auf sich, als er der „Augsburger Allgemeinen“ sagte: „Aber Sie können ja zum Beispiel zu Hause mit Ihrer Partnerin tanzen.“

Menschen sitzen nachts im Volkspark Hasenheide auf einer Wiese. Christoph Soeder / dpa

Die Lage ist ernst. Die Clubbetreiber machen sich große Sorgen um ihre Zukunft und fürchten, ihre Läden gar nicht wieder aufzumachen. Mit Crowdfunding-Kampagnen und dem Konzert-Livestream „United We Stream“ sammelten sie Geld. Die, die können, verkaufen Bier oder Sekt im eigenen Garten. Sogar am Berghain, wo sonst Menschen aus aller Welt das Wochenende durchtanzen, kann nun gesellig Bier getrunken werden....

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