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Paar kauft Traumhaus - doch der vorherige Besitzer weigert sich, auszuziehen

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Der Kauf ihres Traumhauses mutierte für ein Pärchen aus Kalifornien zum Albtraum: Obwohl sie das Domizil rechtmäßig erstanden und bezahlt haben, können sie nicht einziehen, denn der vorherige Besitzer rückt weder die Schlüssel heraus noch verlässt er das Haus, das ihm gar nicht mehr gehört. Das Verrückteste daran: Ein juristisches Schlupfloch erlaubt ihm das.

Close-up of hand knocking on the door
Klopfen, Bitten, Drohen und Versuche der Zwangsräumung haben einem Paar aus Kalifornien bisher nichts gebracht: Sie können ihr eigenes Haus nicht beziehen, da der Verkäufer einfach nicht gehen will (Symbolbild: Getty Images)

Über ein Jahr ist es her, dass Tracie und Myles Albert aus Kalifornien ihr neues Haus in Riverside gekauft haben. Bis heute haben sie nicht darin einziehen können. Der vorherige Besitzer hatte so schnell wie möglich verkaufen wollen und die geräumige Villa mit vier Schlafzimmern daher unter Marktwert für 560.000 Dollar angeboten - doch nun weigert er sich, diese zu verlassen. 

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Um bei dem hastig auf den Markt geworfenen Traumhaus umgehend zuschlagen zu können, hatten die Alberts ihre gesamten Ersparnisse zusammengekratzt und einen Kredit aufgenommen, wie sie dem Nachrichtenportal Fox Business sagten. Bei Vertragsabschluss und Zahlung sei alles mit rechten Dingen zugegangen. "Das Haus gehört eindeutig uns", sagte Myles Albert. "Das ist unser Haus, so steht es im Vertrag, schwarz auf weiß, ganz legal." 

Zwangsräumung ausgeschlossen: Corona macht es möglich

Dennoch haben alle Bitten und Drohungen nichts genützt: Der vorherige Besitzer bleibt weiter im Haus wohnen. Möglich macht das ein juristisches Schlupfloch, das die Corona-Pandemie bietet. Aufgrund der Krise wurde in einigen US-Bundesstaaten ein Notgesetz erlassen, dass Aufschub bei Zwangsräumungen bieten soll. 

Ursprünglich war diese Regelung dazu da, finanziell geschwächte Menschen davor zu bewahren, von ihren Vermietern vor die Tür gesetzt zu werden, um die Verbreitung des Coronavirus, die durch erhöhte Obdachlosigkeit leichter wäre, einzudämmen. 

Dass dieses Gesetz nun von Hausverkäufern ausgenutzt wird, ist kein Einzelfall. Anwalt Dennis Block sagte Fox Business, dass ihm mindestens sieben solcher Fälle bekannt seien. 

Polizei und Gericht sind die Hände gebunden

In den Augen von Myles Albert ist das Verhalten des ehemaligen Besitzers jedoch nichts anderes als Betrug. "Diese Transaktion wurde im Januar 2020 vervollständigt, bevor das alles losging. Es handelt sich hier nicht um einen Mieter, der rausgeworfen wird. Es ist ein Mann, der das ganze Geld eingestrichen hat." 

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Bisherige Versuche, das Haus räumen zu lassen, blieben erfolglos. Die Polizei sei zwar auf ihrer Seite, erklären die Alberts, haben allerdings in Kalifornien in dieser Situation keine Handhabe. Wegen des Corona-Schlupflochs wurde auch eine Klage vorerst auf Eis gelegt.

Den Alberts bleibt also vorerst nichts anderes übrig, als vor verschlossenen Türen zu warten und dem einst blühenden Garten weiterhin beim Verwittern zuzusehen. 

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