Deutsche Märkte schließen in 1 Stunde 48 Minute

Paar gründet zu Corona-Beginn Firma für Hand-Desinfektionsmittel und soll „ über 33 Mio. Euro” verdient haben

·Lesedauer: 3 Min.

Ein Paar, das vor zwölf Wochen, als die Corona-Krise sich gerade entwickelte, eine Firma für Hand-Desinfektionsmittel gründete, soll Berichten zufolge über 33 Mio. Euro verdient haben.

Rachel und Andrew Montague, Gründer von ClearWater Hygiene. (SWNS)
Rachel und Andrew Montague, Gründer von ClearWater Hygiene. (SWNS)

ClearWaterHygiene, das von dem Ehepaar Andrew und Rachel Montague gegründet wurde, stellt hochwertiges Desinfektionsmittel für Menschen her, die im Gesundheitswesen an vorderster Front arbeiten, aber auch für Firmen und die allgemeine Öffentlichkeit.

Das Unternehmen hat sich eine Reihe von Verträgen mit Firmen gesichert, die Desinfektionsmittel benötigen, um die sozialen Distanzierungsmaßnahmen einhalten zu können und so die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen.

Corona: So hoch ist das Infektionsrisiko im Freibad

ClearWater nahm den Betrieb im März auf – derselbe Monat, in dem die britische Regierung einen Lockdown wegen des Coronavirus anordnete.

Unternehmen kann 900.000 Liter Desinfektionsmittel pro Woche herstellen

Das Desinfektionsmittel wird in der Deeside Gin Distillerie in Banchory, Aberdeenshire hergestellt und in Preston, Lancashire abgefüllt. Das Unternehmen hat die Kapazität, pro Woche 900.000 Liter Desinfektionsmittel herzustellen.

Das Produkt enthält 80 % flüssiges Ethanol und ist so für Krankenhäuser, Pflegeheime und andere öffentliche Gesundheitseinrichtungen geeignet.

Lesen Sie auch: Corona-Sicherheitsvorkehrungen im Flieger kommen nicht bei allen gut an

ClearWater hat sich Verträge mit großen Firmen wie den britischen Postfilialen, JD plc, O2 Retail, BP und Aldi gesichert. Einige der Verträge sind für einige Jahre festgelegt und haben einen geschätzten Wert von etwa 33 Mio. Euro.

3,3 Millionen Euro Umsatz in vier Monaten

Das Unternehmen hat in den letzten vier Monaten bereits über 3,3 Mio. Euro Umsatz gemacht und hat große Mengen ihrer Produkte an NHS-Organisationen gespendet.

Es hat in seinem Firmensitzen in Leith, Edinburgh und anderen Teilen Schottlands und Großbritanniens zwölf Vollzeitmitarbeiter und acht weitere Zeitarbeiter.

Das Unternehmen verkauft auch Spendereinheiten. (ClearWater Hygiene)
Das Unternehmen verkauft auch Spendereinheiten. (ClearWater Hygiene)

Montague, der eigentlich Bauunternehmer ist, sagte: “Als im März der Lockdown angekündigt wurde, haben wir sofort erkannt, dass es wichtig ist, dass wir uns in dieser Zeit nicht auf Importe verlassen. Stattdessen sollten wir in Großbritannien selbst etwas herstellen, damit das Gesundheitswesen und auch private Firmen einfachen Zugang zu hochwertigen Produkten zu fairen Preisen haben, die mittlerweile ein Muss im Kampf gegen die Pandemie sind.”

“Wir sind stolz darauf, im Kampf gegen COVID-19 unterstützen zu können”

“Wir sind stolz darauf, im Kampf gegen COVID-19 unterstützen zu können, indem wir unsere Produkte an NHS Charities spenden, und in der Zwischenzeit ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen.Seit unseren Anfängen vor gerade einmal 12 Wochen haben wir einen großen Anstieg in der Nachfrage nach unseren Produkten in ganz Großbritannien gesehen.”

“Wir schließen weiterhin wichtige Verträge ab und haben unsere Produktion auf 900.000 Liter pro Woche gesteigert.”

Lesen Sie auch: Führende Gesundheitsorganisationen empfehlen Benutzung von Händetrocknern

James Horton von der Anwaltskanzlei CMS, einer von ClearWater Hygienes Hauptgeschäftsberatern sagte: “Andrew und Rachel waren phänomenal, wie sie so schnell auf diese Gesundheitskrise reagiert haben. Sie haben nicht nur eine Marktchance entdeckt, sondern haben auch bei Engpässen im Kampf gegen COVID-19 in Großbritannien geholfen.”

Ross McGuinness

VIDEO: Statt Sonnenschutzcreme jetzt Desinfektionsmittel: Spaniens Unternehmen stellen sich um