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Ovtcharov: EM für Boll wie Paris für Nadal

Ovtcharov: EM für Boll wie Paris für Nadal
Ovtcharov: EM für Boll wie Paris für Nadal

EM-Turniere haben auf das Tischtennis-Idol Timo Boll nach Ansicht von Dimitrij Ovtcharov eine belebende Wirkung. "Das ist ein bisschen wie bei Rafael Nadal und Roland Garros", verglich der 33-Jährige vor der Heim-EM in München in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Gruppe Bolls EM-Resultate mit der imponierenden Erfolgsbilanz von Spaniens Tennis-Star bei den French Open: "Die EM ist einfach Timos Turnier."

Major-Rekordsieger Nadal gewann 14 seiner 22 Grand-Slam-Titel in Paris. Für Boll stehen die EM-Rekordwerte von acht Einzel-Triumphen sowie insgesamt 20 Goldmedaillen zu Buche. Eine Verbesserung hält Ovtcharov trotz der Probleme des 41-Jährigen durch Spätfolgen eines Rippenbruchs für möglich: "Ich sehe ihn auf jeden Fall als einen der Favoriten. Durch seine vielen Erfolge bei dem Turnier hat er einfach viel mehr die Ruhe weg als alle anderen."

Persönlich geht Aufschlagspezialist Ovtcharov nach zwei Knöcheloperationen mit gedämpften Erwartungen ins Turnier. Trotz der Chance auf seinen dritten EM-Titel wolle er sich "nicht stressen".

Weiterhin beschäftigen den aus der Ukraine stammenden Weltranglistenneunten nach zwölf Jahren beim vom Gasriesen Gazprom finanzierten russischen Topverein Fakel Orenburg die Folgen des Krieges: "Deren Lebenswerk - Tischtennis in Orenburg -, das sie seit 20 Jahren aufgebaut haben, ist halb kaputt. Es ist einfach schade, dass die Entscheidung, dass ein Krieg begonnen wurde, so viele Leute negativ beeinflusst."

Er empfindet die Darstellung der Kriegsfolgen auch nicht ausgewogen genug: "Auf der einen Seite werden Leute umgebracht, schlimmer geht es gar nicht. Aber das heißt ja nicht, dass es andere nicht auch trifft und ihr Leben beeinflusst."

Entsprechend bewertet der Nationalspieler auch den EM-Ausschluss von russischen und belarussischen Aktiven kritisch: "Auch sie sind am Ende Teil der Tischtennis-Familie. Das sind teilweise sehr junge Leute, die gerade ihre Karriere starten. Denen wird der Lebensinhalt genommen."