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Otto verkauft in Corona-Krise mehr Haarschneider

Mann mit elektrischem Rasierapparat

Die Corona-Krise ändert das Einkaufsverhalten der Bundesbürger - nicht nur in den Supermärkten: Beim Online-Versandhändler Otto steigt derzeit beispielsweise die Nachfrage nach bestimmten Produkten aus Kosmetik- und Körperpflege. Besonders gefragt sind demnach Haar- und Bartschneider, wie Otto-Chef Marc Opelt der "Bild"-Zeitung von Mittwoch sagte. "Von einem Bartschneider verkaufen wir normalerweise 30 Stück am Tag, aktuell sind es zwischen 250 und 300".

Grund sind demnach die weitreichenden Einschränkungen im öffentlichen Leben zur Eindämmung der Viruspandemie. "Die Friseure haben zu, da wird die Körperpflege zeitweise nach drinnen verlagert", erklärte Opelt. Bei Sportartikeln wie Hanteln sei es ähnlich: Deren Bestellungen versechsfachten sich, bei Druckern und Drehstühlen - beides wichtige Artikel für das Homeoffice - waren es doppelt so viele.

Die Nachfrage nach Fernsehern legte um 50 Prozent zu, bei Gesellschaftsspielen seien es 199 Prozent, bei Wandfarbe 240 Prozent. Stark gefragt sind außerdem Webcams, Fieberthermometer, aber auch Gefrierschränke und Brotbackautomaten. Zurück gingen dafür die Bestellungen von Kleider- und Bademoden, die normalerweise zu dieser Jahreszeit besonders stark seien.

Lieferengpässe gibt es nach Angaben Opelts keine. "Wir waren und sind zu jeder Zeit lieferfähig", sagte er der Zeitung. "Alle Waren sind verfüg- und bestellbar." Zusatzschichten muss der Hamburger Traditionskonzern demnach nicht fahren, Neueinstellungen wie beim Online-Versandhändler Amazon in den USA sind bei Otto nicht geplant. Das Wachstum liege "stabil bei acht bis zehn Prozent".