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Osteuropas Nato-Länder: Russland künftig klar als Bedrohung benennen

BUKAREST (dpa-AFX) - Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine sind die osteuropäischen Nato-Staaten dafür, dass das westliche Militärbündnis in seinem neuen strategischen Konzept Russland klar als Bedrohung benennt. Man wünsche sich einen entsprechenden Beschluss beim nächsten Nato-Gipfeltreffen in Madrid Ende Juni, wie das Rumäniens Staatspräsident Klaus Iohannis am Freitag bei einem Gipfeltreffen der neun östlichen Nato-Staaten in Rumäniens Hauptstadt Bukarest sagte. Die Staaten begrüßen überdies den geplanten Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands. Dies würde die Abschreckunsgwirkung sowie die Ostflanke der Allianz stärken, sagte Iohannis weiter.

Zudem wünschen sich die neun Staaten, dass die Nato die Kampfgruppen im Osten des Bündnisgebiets verstärkt, wie Iohannis' polnischer Kollege Andrzej Duda sagte. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wurde zu der Sitzung per Video zugeschaltet, da er aus gesundeitlichen Gründen seine ursprünglich geplante Teilnahme abgesagt hat.

Iohannis und Duda waren Gastgeber des Treffens der osteuropäischen Nato-Staaten im so genannten "Format Bukarest 9" (B9), das auf Initiative Polens und Rumäniens gegründet wurde und seit 2015 regelmäßig tagt. Ziel dieser Gruppe ist es, bei den Nato-Gipfeln gegenüber den westlichen Staaten gemeinsame Positionen zu vertreten. Zu B9 gehören neben den beiden Initiatoren Bulgarien, Ungarn, Tschechien, die Slowakei und die drei Balten-Staaten.

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