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Oscar-Ohrfeige: Wäre Selenskyj dabei gewesen, hätte Will Smith nicht zugeschlagen, meint Sean Penn

Oscar-Ohrfeige: Wäre Selenskyj dabei gewesen, hätte Will Smith nicht zugeschlagen, meint Sean Penn

Der zweifache Oscar-Preisträger Sean Penn hat in einem kürzlich erschienenen Interview mit Variety einige interessante Behauptungen aufgestellt.

Penn, der für seinen neuen Dokumentarfilm Superpower, der Anfang des Jahres bei den Berliner Filmfestspielen Premiere hatte und am 18. September auf Paramount+ zu sehen sein wird, warb, kritisierte Penn die Acadamy dafür, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht zur Oscar-Verleihung 2022 - zumindest per Live-Schalte  -eingeladen wurde.

"Die Produzenten der Oscar-SHow dachten wohl: 'Oh, er ist nicht lustig genug.' Nun, ratet mal, was ihr stattdessen bekommen habt? Will Smith!", sagte Penn in dem Interview in Anspielung auf Smiths berüchtigten Ausraster , der kurz vor seiner Dankesrede für den Oscar als bester Schauspieler ("King Richard") Moderator Chris Rock vor laufender Kamer geohrfeigt hattee.

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"Ich kenne Will Smith nicht. Ich habe ihn einmal getroffen", so Penn weiter. "Er schien nett zu sein, als ich ihn traf. Er war so verdammt gut in 'King Richard'. Warum zum Teufel hast du dich selbst und alle anderen mit diesem dummen Ding beleidigt? Warum musste ich mal für das, was du getan hast, in den verdammten Knast? Und du bist damit durchgekommen? Und warum standen alle da und applaudierten seinem schlimmsten Moment als Mensch?"

Für die, die es nicht wissen, Penn bezieht sich hier auf seine Gefängnisstrafe, die er im Jahr 1987 wegen rücksichtslosen Fahrens und Schlägen gegen einen Statisten am Set des Films "Colors" absitzen musste.

"Dieser verdammte Mist wäre mit Selenskyj nicht passiert. Will Smith hätte den Sessel nie verlassen, um sich an dummer Gewalt zu beteiligen", so Penn.

AP Photo/Markus Schreiber
Volodymyr Zelenskyy addresses the audience via video link during the opening ceremony at the International Film Festival Berlin - 16 Feb 2023 - AP Photo/Markus Schreiber

Kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 hatten zahlreiche Stars wie Sean Penn oder die Moderatorin Amy Schumer gefordert, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zur Oscar-Verleihung dazugeschaltet werden sollte. Dies wude jedoch von der Acadamy abgelehnt.

Penns Film "Superpower", gemeinsam mit Aaron Kaufman gedreht, ist eine Doku über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Zufällig waren beide gerade am 24. Februar 2022 zu einem Gespräch mit dem Präsidenten verabredet, als der russische Angriffskrieg begann.

Penn erinnert daran, dass Selesnkyj sehr wohl einen virtuellen Auftritt bei der Golden Globes-Verleihung 2023 hatte. Er war so gefrustet vor einem Jahr, dass er schwor, seine zwei Oscar-Trophäen einzuschmelzen zur Unterstützung der Ukraine - sollte Selenskyj nicht doch zur Oscar-Verleihung eingeladen werden.

Selenskyjs Bitte, bei der Oscar-Verleihung sprechen zu dürfen, wurde zweimal abgelehnt, sowohl 2022 als auch 2023. Es wurde gemunkelt., die Produzenten der Oscar-Show hätten Bedenken geäußert, dem ukrainischen Präsidenten zu viel Sendezeit einzuräumen.

"Ich sagte mir, was soll's? Ich werde die Oscars der Ukraine geben", so Penn gegenüber Variety. "Sie können zu Kugeln eingeschmolzen werden, mit denen sie auf die Russen schießen."

Anstatt seine Oscars einzuschmelzen, schenkte Penn S**elenskyj** im November letzten Jahres einen seiner Oscars, eine Geste, die der Schauspieler selbst als "eine dumme, symbolische, Sache" bezeichnete und die ihm in den sozialen Medien viel Spott einbrachte.

"Ich habe ihm gesagt, er solle ihn behalten und nach Malibu bringen, wenn das alles vorbei und sein Land sicher ist", so Penn. Im Gegenzug ehrte Selenskyj Penn mit dem Verdienstorden dritten Grades für herausragende Verdienste sowie mit einer Gedenktafel.

In demselben Variety-Interview äußerte Penn auch sein Misstrauen gegenüber dem von den Studios vorgeschlagenen Einsatz künstlicher Intelligenz bei den SAG-AFTRA-Verhandlungen.

"Sie wollen also meine Scans und Stimmdaten und all das. OK, ich halte Folgendes für fair: Ich möchte die Daten Ihrer Tochter, weil ich eine virtuelle Nachbildung von ihr erstellen und meine Freunde einladen möchte, um auf einer virtuellen Party das zu tun, was wir gerade wollen. Würden Sie bitte in die Kamera schauen und mir sagen, dass Sie das cool finden?"

Nein, das ist alles andere als cool. Und eine etwas unverhältnismäßige Reaktion, gelinde gesagt, trotz der beunruhigenden KI-Praktiken der Studios und der andauernden Streiks der Autoren und Schauspieler in den USA.