Deutsche Märkte geschlossen

Orange steigert Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal - Ziele bleiben

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Telekommunikationskonzern Orange <FR0000133308> will nach einem wie erwartet ausgefallenen Jahresstart vorerst an seinen Zielen für 2020 festhalten. Anhand der derzeit verfügbaren Informationen rechnet das Management um Vorstandschef Stephane Richard mit keinen größeren Abweichungen von den Anfang Dezember herausgegebenen Zielen für 2020, wie das Unternehmen am Freitag in Paris mitteilte. Es behält sich dennoch eine Anpassung mit dem Bericht zum zweiten Quartal vor, wenn die Auswirkungen der Pandemie klarer zum Vorschein treten.

In den ersten drei Monaten des Jahres hat Orange vor allem von seinen gut laufenden Geschäften in Afrika und dem Nahen Osten profitiert. Auch auf dem Heimatmarkt sowie im Geschäftskundenbereich konnten sich die Franzosen verbessern. In Spanien, dem zweitwichtigsten Einzelmarkt für Orange, entwickelte sich der Umsatz dagegen wieder rückläufig. Zudem machten dem Konzern die Corona-bedingten Schließungen seiner europäischen Mobilfunkshops zu schaffen.

Insgesamt legte der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 2,1 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro zu - auf vergleichbarer Basis war das ein Plus von einem Prozent. Das um die Auswirkungen der neuen Leasingbilanzierung und andere Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern stieg nominal um 0,7 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, auf vergleichbarer Basis um 0,5 Prozent. Damit erfüllte der ehemalige französische Staatsmonopolist in etwa die Erwartungen von Analysten. Den Gewinn unter dem Strich legt Orange wie in Frankreich üblich nur halbjährlich vor.

Orange hatte seine Anleger Anfang Dezember darauf vertröstet, dass es erst 2021 wieder zu bedeutend steigenden Ergebnissen kommen dürfte. 2020 soll das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen laut den damaligen Plänen auf Vorjahresniveau verharren. Der Cashflow aus eigener Kraft soll in diesem Jahr bei mehr als 2 Milliarden Euro liegen und bis 2023 dann auf 3,5 bis 4 Milliarden anwachsen.